Donnerstag, 13. September 2007

Start in den Tag

Meine und die Wohnung meiner Freundin wechselt fließend mit den Räumlichkeiten, Fluren und einer Kindertagesstätte. Gringel (die immer wieder die Körper mit einer alten Klassenkameradin wechselt) erzählt mir, dass es Merlin nicht gut geht. Fine habe ich wohl verloren und habe aus irgendwelchen Gründen Merlin ihr gegeben. Doch das es ihm nicht gut geht, macht mir ein schlechtes Gewissen und ich überlege ihn zurückzunehmen.
Auch Merlin wechselt immer wieder seine Person zu meinem damaligen Lieblingsmeerschweinchen Jonas. Ich sehe ihn, wie er abgemagert mit traurigem Blick daliegt.
Gringel und ich laufen durch die Flure und unterhalten uns. Meine Atmung wird schwerer. Mein Mund ist voll mit verkauten Bonbonsplittern. Ich suche einen Mülleimer, wo ich sie ausspucken kann, da der komplette Mund voll ist und mir das Atmen schwer macht. Ich werde nicht fündig und schaue hilfesuchend zu Gringel, die nicht weiß, was ich will.
Ich spucke die Bonbons in meine Hände und versuche Gringel klar zu machen, dass sie Hilfe holen muß, ich bin am ersticken. Erschrocken versucht sie zu handeln.
Mir wird bewußt, das mein Kehlkopf ungünstig auf dem harten Kissen liegt und mir die Luft abquetscht. Mein Wachwerden wird mit bewußt und ich hebe sauerstoffsehnend den Kopf , reiße den Mund auf und atme tief ein. Luft, endlich wieder atmen können.
Anhand meines schnellen Atmen merke ich, das der Traum ein Stück weit Realität war und ich wirklich eine Weile nicht gut Luft bekam.

Was für ein Start in den neuen Tag.
geschrieben in Träume

Momentaufnahme

"Nun stich endlich zu, du Scheißvieh", denke ich , doch die Mücke terrorisiert weiterhin mein Einschlafen. Schalte ich das Licht an, wirft sie ihren Tarnumhang über und verhält sich ruhig. Fine sonst so interessiert, an allem was Flügel hat, liegt einem Wüstenfuchs gleich an meinen Knien und schläft seelig vor sich hin. Wüstenfuchs zwei liegt links von mir und schnarrcht herzerweichend lieblich. Der Wasserbrunnen plätschert vor sich hin. Mir ist kalt. Meine Füße sind Eiszapfen, trotz Schlafanzug, Pulli, Socken (Ich trage sonst nie Socken im Bett!) und 2 Decken.
Der Wecker mit integrierter an-die-Decke-Leuchtfunktion blinkt geduldig eine Zahl nach der anderen an den Deckenbalken. Schlafen kann ich nicht. Habe keine Luft auf ein Hörbuch, keine Lust auf Buch zum Seitenumblättern.
Lust, nein Sehnsucht habe ich nach jmd der bei mir ist. In dessen Arm ich liegen kann und klein sein darf. Okgi hat mir heute erzählt, warum er nun versteht was ich Suche. Das tat gut. Unendlich gut.
Mir kommen Menschen in meinen Sinn. Freunde, Bekannte, flüchtige Bekanntschaften, Nachtgestalten, Partner. Was das Schicksal mit mir vorhat, frage ich mich. Wo ich mal in ein paar Jahren stehen, sitzen, liegen werde. Warum es derzeit so ist, wie es läuft. Die Mücke schwirrt um mich herum und beginnt mich kirre zu machen. Ich grüble über meine gesteckten Ziele und über mein derzeitiges "Projekt" nach. Balast abwerfen. Was habe ich erreicht. Wieso hängt es gerade. Das Gespräch mit EO kommt mir in den Sinn und spult sich langsam vor mir ab. Nein, derzeit brauche ich ihn nicht. Das will ich alleine machen. Ich drehe mich zur Seite und mich an Merlin und bei der ersten Berührung gurrt er ein zärtlich leises "Mau". Die Gedanken an das Wiedersehen mit JE folgen und motivieren wieder ein bisschen. Als Außenstehende betrachte ich wie in einem Film mich und ihn auf unseren Stühlen. Beide haben wir am Bahnhof gefroren vor Übermüdung, aber das Gespräch beenden wollte auch keiner. Eine neue Tür tat sich da vor mir auf und ich beschließe weiter an dem Weg festzuhalten. Das kalte an den Füßen wird mir richtig bewußt und läuft in einem Schauer zu meinen Schultern hoch. Die Decken können mir über die innere empfundene Kälte nicht hinweghelfen. Kein schöner Gedanke. Meine rechte Wange ist nass und salzig.
Cut.
Ich stehe auf.
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