Duschgel, weiße Grablichter und ein Schwangerschaftstest.
....
Und wieder was dazugelernt:
9 Regeln für Trauerbekundungen:
http://www.experto.de/b2b/kommunikation/korrespondenz/so-formulieren-sie-einen-kondolenzbrief.html
besonders interessant:
"Immer wieder sieht man Kondolenzbriefe mit schwarzem Trauerrahmen. Der schwarze Rand ist jedoch Briefen aus dem Trauerhaus vorbehalten, etwa der Einladung zur Beerdigung."
Gestört hat es mich nicht. Aber ich habe mich gefragt, wieso man die Post überhaupt markiert. Ist es, um den Empfänger vorzuwarnen?
Interessant fand ich, wie manche Menschen es schaffen einen Brief zu verschicken, den man - je nach Bedarf - zeitgleich auch an andere Menschen schicken könnte und dann gibt es Menschen, die mit einem Satz, soviel persönliches Aussagen können, das es einfach echt wirkt.
Warum muß eigentlich alles, was mit den letzten Bildern von Oma zu tun hat schiefgehen.
Das Din 4 Bild für die Trauerfeier kam nicht pünktlich an, sodass ich nochmal morgens hinfuhr , um es vor Ort ausdrucken zu lassen. Dort streikte erst der USB-Schacht, dann die Druckerpatrone.
Nun sind die Danksagungskarten verloren gegangen. Ein Suchauftrag würde länger dauern, als es nochmal neu bestellen, meinte die nette Dame. Die kann ja nix dafür.
*brummel*
... aber eben nen Fahrer, während des Fahrens.
Erst dachte ich der beugt sich aber tief in seinen Döner. Bis ich im Rückspiegel realisiert habe, dass seine Frau im von der Beifahrerseite Zewas anreichte und er einfach weiterfuhr.
Wenn der auf mich draufgefahren wäre, wäre ich richtig sauer geworden.
Mit nur kurzen Unterbrechungen.
Dann wirds wohl nötig gewesen sein.
Nervennahrung aus Berlin. Wie schön! Man kann so viel tun, auch wenn man gar nicht vor Ort ist. Das ist echt schön zu erleben.
Wir haben Zeugnisse gefunden, Entnazifizierungsdokumente, erste Gehaltsscheine, Anwaltspapiere, Ahnenbeschreibungen, Bilder, Fotos. Das ist phasenweise echt spannend und motiviert auch später in die mitgenommenen Kisten wieder hineinzuschauen.
Die Geburtstagsfeier bei J+D gestern habe ich mehr passiv erlebt. ich war da, spürte Flo immer bei mir, lachte ab und zu und gab selten meinen Senf dazu. Die meiste Zeit hörte ich zu, später mit geschlossenen Augen. Mit den Ohren kreiste ich in der Rund herum, hörte mal hier und mal da zu. Ich war zu müde, zu erschlagen, erschöpft und auch Traurig um mich aktiv dran zu beteiligen.
Die Beerdigung war ein großer Schritt. Rundherum bekam ich positive Resonanz. Mein Ziel einen würdigen Abschluß, gleichsam aber auch die polarisierenden Erinnerungen zusammenzufassen ist mir scheinbar gelungen. Und es gab auch Schmunzler.
Notar, Banken, dies alles ist am Laufen. Nun geht es in der Wohnung weiter.
Vieles aus der Wohnung geht an wirklich Bedürftige. Selbst Angefangene Cremetuben und Parfümflaschen fanden dankbare Abnehmer. Ich bin froh, wenn es Anfragen aus dem Bekanntenkreis gibt, die ein kleines Erinnerungsstück haben möchten.
10 Kisten mit Briefen, Dokumenten und anderem Papierkram sind schon gefüllt. Und das ist noch nicht alles.
Gestern Abend als es dunkel wurde habe ich mich plötzlich gegruselt. Ich bat Flo, der am Kisten ins Auto tragen war, wieder in die Wohnung zu kommen. So reagiere ich selten. Diese Wohnung ist voller negativer Energie. Ob real oder eingebildet sei dahingestellt. Mir war es unheimlich und schlafen könne ich dort keine Nacht mehr.