Unterwegs: Hamburg

Freitag, 27. Juli 2007

Nur ein bisschen anders

Wurde eben im Fotogeschäft etwas komisch von den anderen Kunden angeschaut. Diese scheinen es nicht gewohnt zu sein, dass jemand 300 Bilder am Stück abholt. ;-)

/edit

ein Paar Bilder sind bearbeitet und bei flickr zu sehen

Mittwoch, 25. Juli 2007

Wiesbaden Tag 10 (Rückfahrt)

Nach guten 4 1/2 h Fahrt bin ich wieder zuhause angekommen. Und wohl auch ein gutes Stück in mir selbst.

Der Empfang eben bot mir eine Mischung aus Schmunzeln und Fluchen. Ich kann vermelden:
Das Dach ist sauber!

Meine Wohnung gleicht dagegen einem urwüchsigem Waldboden.
Das Moos vom Dach ist nun in meiner Wohnung verteilt. In allen Räumen! Nachher wird erst mal der Staubsauger geschwungen. Bild folgt!

Mist habe vergessen an Mikes PC mein ICQ zu löschen. Kann erst mal nicht chatten....
Schlafen kann ich auch erst mal nicht. Bin putzmunter. So nutze ich die Zeit 449 Bilder durch zu sichten. Geschweige der Bilder der analogen Camera.

Achso: Das schönste in Hamburg? Leicht zu beantworten: Hagenbeck und Planten und Blomen.

Dienstag, 24. Juli 2007

Hamburg Tag 9

Ausruhen, "vorschlafen" , packen, aufräumen und heute Nacht Rückfahrt.

Montag, 23. Juli 2007

Hamburg Tag 8

Ich wollte mich treiben lassen. Ohne große Pläne einfach durch Hamburg, ohne bestimmtes Ziel.
Der Anruf beim Eroticmuseum ergab keine Verbindung. Schade, sonst wäre das mein einstieg in den Tag gewesen.
Am Jungerfernstieg stieg ich aus den öffentlichen Verkehrsmitteln aus und folgte den gut ausgeschilderten Wegepfeilen Richtung Rathaus. Die Schwäne im Wasser fand ich um einiges Interessanter, als die vom Reiseführer gepriesenen Alsteraskarden.
Weiter ging ich am Onsorg-Theater, den Fleeten Richtung Nikolaikirche. Dort angekommen sah ich erst, dass diese Kirche gar keine Kirche mehr mit Gottesdienst ist, sondern eine Ruine und Mahnmal. Im 2.Weltkrieg wurde diese Kirche und zig andere Gebäude beim Angriff "Gomorrha" zerstört. Die Ausstellung schaute ich mr nicht an, lies aber einige Zeit die düsteren Gotikbauten auf mich wirken.

Am Michel, dem Wahrzeichen der Hansestadt, schreckten mich die Touriläden, die Reisebusparkplätze und Andenkenshops ab. Um sowas mache ich mitlerweile lieber einen Bogen. Dennoch betrat ich das Gotteshaus und lauschte den zwei Orgelstücken. Von einer der hinteren Bänke betrachtete ich in ruhe den Barockbau und vor allem die Touris. Am Eingang war ich an einem großen Schild vorbeigelaufen, das den Besucher bat nichts zu essen, das Handy auszuschalten und nicht zu fotografieren. Einige Besucher hatten dieses Schild wohl nicht gelesen und wurden höflich vom Aufsichtspersonal auf den Faux Pas hingewiesen.

Mit der Bahn fuhr ich weiter zum einzig irgendwie eingeplanten Ziel, dem Park Planten un Blomen. Einige Passanten sprach ich an und fragte mich durch. Das Parkgelände ist riesig und umfasst mehrere Bereiche. Ein großer Wasser- und Spielplatz, Rollschuhbahn, einen Botanischen Gewächshausbereich, den Rosengaren, einen Japanischen Garten und diverse andere Plätze.

Im Gewächshaus sind Kakteen, Palmen, Farne und andere Gewächse aus tropischen und suptropischen Zonen ausgestellt. Dementsprechend ist teilweise die Luftfeuchtigkeit. Doch der Pflanzenreichtum ist beeindruckend und wunderschön.

Der ganze Park im Allgemeinen, doch der Japanische Garten im Besonderen sind eine Oase der Ruhe und Entspannung in Mitten des Zentrums. Wunderschöne Blumen, Sträucher, Bachläufe, und Holzbrücken durchsäumen das Gelände. Im ganzen Park stehen von der Stadt aufgestellte Liegestühle, die auch reichlich genutzt werden. Der eine ist in Ruhe ein eis, einen Döner, viele lesen ein Buch. viele Nischen bieten Möglichkeiten zum zurückziehen und durchatmen, ohne das es dort verlodert oder düster wirkt. einfach nur schön.

Im Rosengarten beobachtete ich eine ältere Dame mit einer Schildkröte auf der Hand. Ein Mädchen unterhielt sich mit ihr und streichelte die Schildkröte. Ich wartete einen Moment und sprach die Dame an, ob ich ein Bild von der Schildkröte auf ihren Händen machen dürfe. Die Dame erzählte mit, dass sie als Kind kurz schonmal eine Schildkröte gehabt hätte. Der Nachbarjunge wäre allerdings mit dem Fuß gegen den Kopf des Tieres getreten, was das Tier nicht überlebt hätte. Nie wieder wollte sie eine Schildkröte haben. Vor ca 8 Jahren fand sie in einem Park ein nur wenige Gramm schweres Schildkrötenbaby. Nach regelmäßigem Kontakt mit dem Tierheim durfte sie nach 4 Jahren die Schildkröte behalten. Seitdem ist Eulalia bei ihr. die 85 jährige bringt ihren Findling regelmäßig in den Park und wird oft angesprochen, hat viele Unterhaltungen und bekommt viel Post von Menschen, an die sich sich meist gar nicht mehr Erinnern kann.
Doch die Erzählungen geht noch weiter. Wissend lächelt erzählt sie von der Beziehung zwischen ihr und dem Tier. Normalerweise würde Eulalia auf ihrer linken Hand liegen. Doch als die Dame vor ein paar Jahren einen Herzinfarkt hatte krabbelte das kleine wesen auf ihre Brust und legte sich direkt auf das Herz.
Was ihre die Schildkröte geben würde, könne kaum ein Mensch ihr geben, meint sie und strahlt dabei.

Ich bedanke mich bei der Dame für die überaus nette Unterhaltung und wünschte den beiden alles Gute.

Am Parksee setzte ich mich auf eine Bank und packte mein Fachbuch aus. Bis zum Beginn der Wasserspiele las ich so einige Seiten und genoß die Sonne.
Die Wasserspiele, die dreimal täglich für ca. 10 Minuten laufen sind ein imposanter anblick. Am Abend jedoch mit klassischer Musik müßen sie schier wunderschön wirken.

Warum auch immer hatte ich geglaubt, dass das Planetarium im Planten un Blomen steht. ein Fehler, wie ich lernte. So lief ich am Messeturm vorbei zur S-Bahn und fuhr zum Stadtpark. Das Stück was ich durchquerte war aber eher der Stadtwald. Von vielen Joggern genutzte Waldwege lassen die Lungen durchatmen. Und dies alles inmitten einer Millionenmetropole.
Das Planetarium ist ein riesiger Backsteinbau. Kernstück des 1930 eröffneten Baus ist eine Projektionskuppel mit 22 m Durchmesser, die größte ihrer Art in Mitteleuropa. Leider war es geschlossen. (Wie sollte es auch anders sein. Mal abgesehn davon, das Montags fast alle Museen zu haben) Schade, ich wäre doch gerne reingegangen. Zudem es mir ja von "Arbucle" empfohlen wurde.

Kurz telefonierte ich mit Okgi. Wenn er mit seinen Sitzungen und administrativen Aufgaben der Krankenhausbetriebstecknik zeitig fertig werden würde, wollte ich ihn von seinem Hotel zu einem kleinen Spaziergang abholen. Doch es klang alles sehr ungewiß.

So zog ich in den Wiesenbereich des Stadtparks um. 149 Hektar umfasst der Stadtpark! Zuerst beobachtete ich eine Gruppe Mädels die akrobatische turmbauten übten, eine Gruppe Jugendlicher beim Fußballspielen und eine Große Grillparty-Fußballspielende Menschengruppe. Die portugisische oder ähnlich anmutende Musik schaffte ein besonderes Flair, indem meine Rasenpause sehr mediterran anmutende. In der Wiese sitzend packte ich erneut das buch aus und arbeitete mich durch weitere seiten. doch irgendwie wurde es frisch. Nur eine 3/4 Leinenhose und ein T-Shirt waren wohl doch zu kühl bei den abendlichen Temperaturen.

So packte ich meinen Krams zusammen und lief zurück Richtung S-Bahnstation. Am Bahnhof schrieb ich Okgy eine SMS, um mein aufgeben zu entschuldigen, doch währenddessen rief er selber an, um sich für den heutigen Tag zu entschuldigen. Noch einige Stunden Arbeit würden auf ihn warten. Schade, dann kein Treffen in der Hansestadt.

Trotz kleiner Kekspackungen hatte ich einen unbändigen Hunger, als ich hier in der Wohnung ankam. Meine Blasen hatten sich auch erneuert, aber der Tag war wirklich wunderschön. Gerade das ungeplante Treiben lassen und die Flexibität durch Füße und HVV-Tageskarte machten den Tag rund. Unumstritten am schönsten war Planten und Blomen. Sowas sollte Wiesbaden auch mal anbieten.

Sonntag, 22. Juli 2007

Hamburg Tag 7

Fischmarkt? Aber doch nicht bei Regen. Och Mönsch.......

/edit 19:21

Wir fuhren denn noch hin. (nun sitze ich hier mit einem Laptop und verdrehten Buchstaben und versuche ein bisschen was zu erzählen.)

Man muß nicht direkt um 5 Uhr am Fischmarkt sein. Später reicht noch völlig. Und wer ein Schnäppchen machen möchte, sollte eh erst kurz vor Schluß hinfahren. So steht das zumindest in den Touribeschreibungen, die im Netz zu finden sind.

Gottseidank und oh Wunder fanden wir einen Parkplatz direkt am Fischmarkt. Wie voll es wohl gewesen wäre, wenn es nicht geregnet hätte, will ich gar nicht wissen. Ich war jedenfalls dankbar meine Brille als Augenschutz vor Regenschirmenden auf der Nase zu haben. Ein paarmal hätte meine Gesundheit auf dem Spiel gestanden.

Ein wenig erinnerte die budenzeile an die Frankfurter Dippemesse, oder sowas in der Art. Ramschstände, Touristände, Hamburger Handtücher und Pullover und eben Marktschreier. nicht einer aus jedem Genre, sondern alles doppelt und Dreifach. Aal-Kai, Pflanzen-Hubert, Kekse-Peter und wie sie doch alle heißen mögen brüllen mehr oder weniger sinnvolles Zeug und versuchen ihre Quanitativgefüllten Körbe und Tüten an die Kundschaft zu verhökern. Der Obstkorb kostet 10€, die ekelhaften fettigen Aale 15€ und die Pflanzen bis zu 25 €.

Interessanter fand ich da schon die Fischhalle selbst. Oder wo findet man neben dem Oktoberfest LiveMusik zum Abrocken morgens um 5 Uhr? Neben Bierzeltgarnituren und abgetrennten Bereichen für 15 , bzw 20 Euro kostendem Brunch ist auch Platz für eine kleine Tanzfläche, die fleißig umgarnt wird.
Die Menschen bestehen zum Größtenteil wohl aus Touris, aber auch aus durchnächtigten Reeperbahnüberbleibseln oder Jungegesellenabschieden.
Beim Verlaasen der Halle regnet es noch stärker. Meine Roillerjacke hat wohl doch keine Kaputze und ich bin froh, um den Schirm von mike, mit dem er versucht sein Jacketoberteil einigermaßen trocken zu halten.
Es ist lustig den Menschen zuzuschauen. Die einen tapfer mit Regenschirm und Fleecejacke ausgestattete, bekommen die anderen zugedröhnt wie sie sind, das Wetter eh nicht mehr mit.

Viele mit ihren erstandenen Habseligkeiten unter dem Arm geklemmt, andere halten sich an Fischbrötchen oder Biergläsern fest.
Auch ich kaufe mir ein Krabbenbrötchen, um wenigstens einmal einen anderen Krabbengeschmack als den non "Nordsee" im Mund zu haben. Mike steht etwas unbeholfen, gelangweilt, oder doch eher müde in der Gegend herum. Er ist ja wirklich lieb, so als Regenschirmhalter, aber zum gemeinsammen Lästern ist er nciht zu gebrauchen.
Dafür findet er hinterher den Weg zum Flohmarkt, der nicht stattfindet, weil es definitiv zu naß ist. Ich bin irgendwie froh, dass wir heimkönnen und genieße die Beifahrerkopfstütze und falle in übermüdetem Dusel und nicht mehr klar-denken-können.

Wieder in der Wohnung angekommen gab ich mich dem zum kurzen Traumland hin, während der laufende Trockner mich einlullte. Das Mike zwischendrin mal im Zimmer war, um den Trockner auzuräumen bekam ich gar nicht mit.

Während Mike seine Steuererklärung machte las ich mich artig durch 90 Seiten Montessoribuch durch. Brav wieder mit Neonstiften und Bleistift bewaffnet. Dafür, dass ich mir täglich 30 Seiten vorgenommen habe, bin ich sehr gut im Schnitt. Ich bin sogar schon 2 vorraus. Ein gutes Gefühl.

Zum obigen Teil passt das nicht so sehr, aber loswerden möchte ich es doch:
Auf einer Postkarte- die ich mir auch gleich kaufte - stand ein Spruch, der im Inhalt in etwa meinte, man müsse manchmal weiter Reisen, um das Wesentliche in einem zu finden.
Ich habe das Gefühl, dass sich in mir wieder diverse Türen geöffnet haben, ich ein Stückweit offener geworden bin für Neue, was die Zukunft so für mich bereithalten mag.
Und vorallem erkenne ich die Spiegel in meinem Gegenüber. Die Erkenntnis über diese Spiegelbilder sind manchmal nervig, verstörend, schmerzhaft aber im Grunde helfen sie einem Fehler zu erkennen und sich selbst besser kennen zu lernen und zu akzeptieren.

Samstag, 21. Juli 2007

Hamburg Tag 6

Ausschlafen, gammeln und diverse Besorgungen machen. Da Mike gestern so lieb war und den eintritt vom Zoo + das Essen beim Italiener bezahlte, versprach ich heute zu kochen. Es gibt später also Putenfleisch süß-sauer.
Die Nacht , bzw der erholsame Schlaf wurde a) durch den Anruf eines besoffenen Freundes und b) durch einen mehr als dämlichen Traum gestört. Immer dieses Verarbeitungsbedürfnis in der Ruhephase.

Irgendwie fand ich ohne Navi mit meinem Golf den Weg nach Norderstedt, den dortigen Fielmann zu Fuß und Aldi-Nord mit dem Portmonaie.
Auch besorgte ich noch eine Kleinigkeit für Mike, als Dankeschön seiner Gastfreundschaft.
Er schläft tatsächlich ziemlich zusammengeklappt auf dem Sofa, während ich genaue 200 * 140 mein Eigen nennen darf. Aber er möchte es so. hmmmmm

Nun werde ich ein paar Tage nachbloggen, bzw ausführlicher Beschreiben und nachher meine tägliche 30 Seiten Montessorie-Literatur bewältigen.

Morgen wollen wir zusammen zum Fischmarkt und auf einen Antiquitätenflohmarkt.

Freitag, 20. Juli 2007

Hamburg Tag 5 (Freitag)

Auf geht es nach Hagenbeck. Ich freue mich (wortwörtlich) tierisch und die Fotoausrüstung schaut aus, als käme ich aus Fernost und wäre auf Europareise.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Hamburg Tag 4

Heute begleite ich Mike bei einer Dienstreise. Wir fahren mal eben nach Dänemark. Während er Brötchen verdienen geht, werde ich mich artig hinsetzen und das zweite Fachbuch anfangen zu lesen. (Mit einem Markierungsstift in der Hand)
Anschließend wollen wir mal schauen, was wir noch so anstellen können. Für Fußmärsche bin ich heute nur denkbar ungeeignet.

/edit 3 Tage später

Ich begleitete tatsächlich Mike nach Sandabörg. Während er in der Klinik ein technisches Gerät wieder zum Laufen brachte laß ich meine Pflichtlektüre. Das nicht-laufen-müßen tat mir gut. eigentlich wollte mir noch ein bisschen Flensburg erkunden, doch es began genau dann zu regnen, als wir im Auto saßen und Pläne schmiedeten.
Dann eben mal mit dem Auto am Hafen entlang und wieder Richtung Heimat.
Wieder hier angekommen galt es den restlichen Tag zu lesen und Fernsehen zu schauen.
Nix spannendes also.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Hamburg Tag 3

Am Bahnhof bat ich eine ortkundige Dame um Hilfe beim Ziehen der Tageskarte im Großraum HH. Mit der Bimmel- und S-bahn kam ich nach 40 Mitten an den Landungsbrücken an.

Wohl die Tourifalle von Hamburg. an ca. 10 Brücken stehen Männer und Frauen mit Kapitänsmützen und besonders ausgeprägten Nordeutschen Dialekt und rufen "Letze Möglichkeit zur Hafenrundfahrt." Nein danke, ich erkunde heute per Fuß

Das Sielmuseum am Ende der Landungsbrücken war dunkel. Durch die Tür geschlüpft erblickte ich ein dunkel vor mir liegende Räume, niemand ausser mir anwesend. Das kann es ja nicht sein, auch wenn das Abwasssermuseum der Stadtwerke einiges an kuriosem beinhalten soll. Doch gut vorbereitet, wie ich war, hatte ich natülich die telefonnummer mit und sprach mit einem netten Herrn. Dieser erklärte mir, dass das Museeum nur noch nach anmeldung und zustandekommen eine gruppe öffen würde. Nächsten Dienstag, oder Mittwoch könne ich mich einer Gruppe anschließen. Nun gut, es gibt noch mehr zu erkunden.

Währe der Eingang zum alten Elttunnel nicht Christomäßig eingepackt gewesen, hätte ich nciht dreimal drumherum laufen müßen.
Während ich mir mutmachend den gläsernen Fahrstuhl nach unten betrachte, höre ich einen Vater, wie er seiner Familie erklärt, es gabe auch Treppen nach unten. Treppen, auja gerne. Ich laufe den dreien hinterher und bestaune das Innenleben. Links die Treppen nach unten führend , sehe ich rechts die hölzernen Fahrstühle für die autos. Nur jeweils ein oder zwei PKW`s passen in die drei Kabinendie von einem Pförtner unten bedient werden. Mit einer Hand kralle ich mich an das Geländer, während ich versuche mit der anderen Hand eine Fotografie der 12 Meter unter mir anzufertigen. Der nächste Treppenabschnitt ist freistehend. Recht geht es runter, link geht es runter und in der mitte, ganz Treppencharkateristisch die Stufen. hmm, sowas mag ein Mensch mit Höhenangst nciht wirklich so bin ich froh alleine zu sein. (Wobei in Barcelona rettete ich mich von so einer Treppe auch schon auf dem Hosenboden rutschend. ) Mir doch egal. Ich will da runter.
Der pförtner denkt sich wohl seinen Teil, als er mcih erblickt, geht aber seiner Arbeit nach und schickt die Fahrkörbe beschäftig nach oben und unten. Ich schaue mir die Vorhalle an und versuch eine Aufnahme des individuellen Deckenschmucks.
Der Tunnel ist geteilt. Rechts der Verkehr von der Landungsbrücke, links die Autos vom anderen Ende und der entgegenlaufende Fußverkehr. Nur sehr langsam können die Autos fahren, da die Spurrillen gerade mal eben so breit sind, dass es doch mal vorkommt, dass ein Fahrer seine Reifen killt und auf den Bordstein fährt.

Nur ein eiliges Mottorrasd zwingt mich und die anderne Fußgänger die Ohren zuzusahlten. Ich wette beim Kamerawachenden Pförtner hat es hinterher Ärger gegeben. Hier und da bestaune ich eine Wandkachel und halte sie mit der Digicam fest. Diesmal erklimme ich mit dem Aufzug die 12 Meter Höhenunterschied nach oben. Gar nciht schlimm, gar nicht schnell, aber eben tief. Meine Vorstellungs ist ja auf der anderen Seite in eine Fähre der öffentlichen einzusteigen und zur Speicherstadt zu schippern. Weit gefehlt. Eine Angestellte des Großkonzerns klärt mich darüber auf, dass ich wieder zurück müße und erst von den Landungsbrücken aus zur Speicherstadt käme.
aöso wieder herumdrehen und weiter Richtung Tunnel. Im aufzug beobachte ich beim einsteigen einen Teenie, die sich sobald die Fahrkabine betreten, ihr Gesicht zwischen die Brüste de rMama birgt. Nix sehen, nix mitbekommen, schnell durch diese Situation. Das kenne cih doch irgendwoher. Nur hatte ich nie eine Brust vor meiner Nas ein solchen Fällen. "Na auch Höhenangst?" plappere ich ermuntert drauf los. Das Mädchen antwortet nichts, sie konzentriert sich wohl auf das ruhige Atmen. "Merkt man das, " lächelt mich indess die Mutter an. "Oja, ich kenne das sehr sehr gut" Beim Aussteigen schaut das tapfere Mädchen von wem die worte kamen und lächelt mich nun ebenfalls an.
Zügig laufe ich zurück Richtung Landungsbrücken mit dem nächsten Ziel : die Speicherstadt

Ein Eisauto ist genau das richtige und ich gönne mir ein paar Kugeln der erfrischendne Köstlichkeit.
Nicht mit dem Boot , sondern über eine Brücke laufend bin ich schon in der Speicherstadt angekommen.
Rote Backsteinhäuser als Lagerräume und fieser Staub der künftigen Hafencitiy umsäumen die lange Straße.
Vor dem Eingang des "Spicys" knuspere ich noch schnell die Waffel auf und steige auf den zweiten boden zum Gewürzmuseum. Es ist rappelvoll und es dauert einen Moment, bis ich meine Eintrittskarte in Form eines Gewürztütchens erhalte.
Ein großer Lagerraum liegt vor mir gefüllt mit Gewürzen in Jutesäcken und Tonschälchen, Apperaturen zum Reiben, Säubern und Abfüllen und viele Fotos, Erklärungen und Beschreibungen.

---
Hamburg hat sich in den Kopf gesetzt einen neuen Ortsteil aus dem Boden zu stampfen und somit ist die "Hafen-Citiy", dass wohl größte Baustellenprojekt in Deutschland.

Gleich hinter der Speicherstadt sollen neue Firmengebäude, Wohnhäuser, eine Hafenuni und diverse kulturelle Erweiterungen entstehen. Vom Viewpoint sieht man bis jetzt nicht viel. Ich mag diese Metalltreppen nicht, wo man nach unten durchgucken kann und lief nur die ersten paar Stufen nach oben. In ein paar Monaten wird der Blick bestimmt spannender sein, wenn man schon eher eine Entwicklung der Großbaustelle entdekcen kann. Bis jetzt schaut alles sehr breig erdig aus und nur anhand von Schautafeln, kann man sich vorstellen, was dort mal stehen soll.
Ich machte zur Zeitdokumentatioon eine Reihe Bilder. diese kann ich dann mal meinen Kindern zeigen und sagen "Da war ich schon, so sah das da mal aus und da wart ihr noch gar nicht in Planung!"

Kurz überlegte ich doch noch ins Speicherstadtmuseum zu gehen, brach dann aber doch ab, da ixch spürte gar nicht aufnahmefähig zu sein für Zahlen, Fakten und Geschichtliches.
So bog ich über den Nikolaifleet Richtung Innenstadt ein. Hinterher laß ich, dass dort der heftige Brand seinen Ursprung hatte, der [Jahreszahl] den Hafen zu einem Großteil in Schutt und Asche legte.

Am Ende des Fleetes machte ich ein Bild der düster wirkenden Nikolaikirche und lief rückwärts fast in eine Tourigruppe auf Rädern. Nicht auf Zweirädern im eigentlichen Sinne sondern futuristisch anmutenden Rädern mit einer Stange zum Festhalten und einem Trittbrett für die Füße. Aus einem Lautsprecher ertönte eine Stimme, die dem Fahrenden interessantes zu erzählen wußte. Eine Gruppe von ca. 8 Leuten rollte da flott an mir vorrüber. Der wartende "Gide" sah schmunzeln mein Staunen und drückte mir einen Flyer in die Hand. Knappe 70 euro kostet der 2-3 h Spaß Hamburg auf einen andere blasenschonende Art zu erkunden.

Per U-Bahn kam ich zu St. Pauli und lief kurz über die Reeperbahn. Zu dieser Uhrzeit scheint sie doch eher langweilig zu sein. Eine riesige Straße, die an der einen Seite sündige Läden, Bars und Kultkneipen beherbergt, die wohl erst am Abend mit ihren Neonröhren ihren "Charme" versprüht.

In einer Parallellstraße stand ich vor den geschlossenen Türen vom Schulmuseum. rrrrrrr na super, da hatte ich mich doch drauf gefreut. Nein, in den Schulferien geschlossen.

Über Umwege, irgendwie wollte ich einerseits heim, andererseits doch noch was anschauen stolperte ich mit schon leicht schmerzenden Füßen zum Erotikmuseum, was auch aus unerfindlichen Gründen ebenfalls zu hatte.
Danke satt, nun wollte ich wirklich heim. Den Stadtplan in der Hand wägte ich ab welche U-Bahnstation näher lag. Landungsbrücken, oder Reeperbahn. Ich entschied mich zu letzderem und lief eher zufällig durch die Davidstraße an der Herberstraße entlang. Ich glaube ich war so erstaunt, endlich etwas , was ich nur aus dem Fernsehen kannte zu erblciken, dass ich die Davidwache wohl völlig übersah.
Doch auch der Bretterzaun war völlig unspektakulär und keine Frauen zu sehen. so nahm ich noch den Hans-Albert-Platz mit, machte ein Bild der Statue und humpelte weiter Richtung U-Bahn.

Hier und dort umgestiegen, sich mal kurz bei Oma, Mutter, etc gemeldet saß ich endlich in der Bimmebahn nach Quickborn. Noch nicht genug der Frustration durch drei geschlossene Museen stieg ich auch noch eine Station zu früh aus und lief den letzten Kilometer zum Park& Rideplatz .

Hier angekommen humpelte ich unter wachsenden Blasen rechts und links nach oben und gönnte mir ein Bad.

Den Rest schrieb ich ja schon:


Komme gerade aus der Wanne. Meine Beine fühlen sich prima an, nicht aber meine Füße. Laufe nur noch auf den Fußballen. Der Teil unter den Zehen redet mit mir und es klingt nach sehr fetten Blasen, die dort iedeln möchten.
Lenke mich nun ab in dem ich es endlich hinter mich bringen die Biografie von Frau Montessori fertig zu lesen.

Hole nachher Mike vom FH ab. Morgen muß er in den Norden nach Dänemark. Eventuell komme ich mit ;-)

Und: Doch, mir geht es gut! Zumindest von den Haarspitzen bis zu den Knöcheln.

Hamburg Tag 2

-Kindermuseum
Die Themen "Körper" und "Geld" durchflog ich schnell. "Großmutters zeiten beherbergen viele alte Utensilien der guten untechnisierten Zeit. Eine Kindergruppe kochte, wusch und bügelte unter Museumpädagogischer Anleitung. Die Ausstellung "Mädchen in aller Welt" beeindruckten mich da schon mehr. kleidungsstücke mit sprüchen drauf gaben da eine gute Einführung in die Gedankenwelt "Weil ich ein mädchen bin, ....". Anhand von drei stellvertretenden Mädchen aus Indien, Afrika und nochwoher lernte man den Arbeitsalltag der Mädchen kennen und verstand, warum Schule etwas sehr kostbares bedeuten kann. Auch die Themen Beschneidung, Mißbrauch und Kinderarbeit wurden angesprochen. Gerne würde ich 2unseren" Mädels von der Arbeit diese Ausstellung mal zeigen.

-Wedel Schiffbegrüßungsanlage
Das Navi von Mike führte mich nach Wedel. Neben einem "Buttelmuseum2 findet man dort einen netten Brauch: Alte Kaptäne begrüßen, bzw verabschieden die Schiffe ab einem bestimmten Gewicht, die den Hafen von Hamburg einlaufen, bzw verlassen. Über eine große Lautsprecheranlage wird per Tonband die Nationalhymne des jeweiligen Landes , ein Gruß oder eben eben eine Verabschiedung abgespielt. Die bänder sind schon ein bisschen älter, was aber irgendwie noch mehr die Tradition erkennen lässt. Anschließend erzählt der diensthabende Kapitän noch ein bisschen was über das Schiff, wie z.b. Gewicht, Länge und Zielort.
Das Museum im unteren Bereich des Restaurant beherbergt viele kuriositäten rund um die Flaschenbastelein und erklärt natürlich die Bauweise.

-Wildpark in der Nähe von Wedel
Mehr zufällig fuhr ich an dem Schild "Wildpark" vorbei. Das nehme ich doch glatt mal mit, dachte ich mir und bog spontan ab. Noch nie zuvor sah ich eine soooo großes wildschweingehege. Die Säue suhlten sich im großen Schlammteich , jagten durchs Unterholz oder hielten ein Nickerchen im Halbschatten.
Doch auch Rotwild, Eulen und Ziegen waren in den großen Gehegen. Besonders die kleineren Hirsche hatten es mir angetan und ich knipste wild drauf los.

Auf dem Rückweg fand ich im IKEA eine Bodenvase für Mike und versteckte sie an geeigneter Stelle vorerst in seiner Wohnung.
Dann folgte ein wneig Wohnungsputz und ich kämpfte mich tapfer durch 20 weitere ermüdente Seiten der Biografie.

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