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Sanitätergeschichten

Sonntag, 27. September 2009

Sankurs

wäre geschafft. Ich war echt froh, dass der Mann meiner Wahl mit dabei war. Sonst hätten wir nochmal 6 gemeinsame Tage weniger gehabt.
Die Qualität der neuen Ausbildung hat mächtig gelitten. Habe ja schließlich nun den 4. oder 5. Kurs gemacht und habe Vergleichsmöglichkeiten. die Ausbilder selbst können nix dafür. Sind ja vorgaben aus Berlin. Aber der eine Tag weniger jeweils geht zu Lasten der Fallbeispiele, die ich so wichtig finde.
Der Kurs ist nun ein reines reindonnern von Theorie.

Die Bilder die sich mir Phasenweise in den Kopf projizierten waren schmerzvoll und waren schwer auszublenden. Helfen ist ein schönes Gefühl, wenn man etwas tun kann. Doch bei einem zuzuschauen, mitzuleiden und durch das pure Dasein zu helfen tut weh. Das Aushalten wurde mir nochmal so richtig bewußt. Das ist der Unterschied von Palliativ- und Notfallmedizin.
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Samstag, 27. Juni 2009

Einführungsseminar (DRK)

Ich muß gestehen, ich bin tierisch motiviert [Ironiemodus-off]
Mag auch an der Uhrzeit liegen.
Der Kurs ist die Voraussetzung, dass ich meinen Sankurs wieder erneuern kann. Ich hoffe es ist nicht all zu trocken.
Vielleicht bin ich heute abend ja auch total begeistert.....
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Sonntag, 21. Juni 2009

LNA-Übung in der Britta-Arena

Bericht bei Wiesbaden-112. Zeitungsartikel



Mein ersteintreffender Feuerwehrmann war verwundert über die realgespielte Kälte meiner Hände. Kann ich gut, gell.
Nee im Ernst, auf der Tribüne war es so stark am Ziehen, dass ich es nicht mehr langer ausgehalten hätte. Hat ganz schon lange gedauert, bis wir rausgeholt wurden. Die Kopfplatzwunde ging als SHT durch.
Die Rettungsdienstkollegen begrüßten mich direkt mit "Hi Ynnette". Nur einer siezte mich konsequent bis zu einer "Werbepause" und blieb brav in seiner Übungsrolle.
Mit dicker Fleecejacke fuhr ich im sonnengewärmten Auto heim.
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Samstag, 20. Juni 2009

Erste!

Oder ist noch jemand auf?
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Sonntag, 30. März 2008

SEG-Einsatz "Brand im Altenheim"

Um kurz nach 3 Uhr klingelte mein Telefon in der Nacht von Freitag auf Samstag. Verschlafen schaute ich auf das Display, kann die Nummer nicht zuordnen. Es dauert einen Moment bis zu Erkenntnis, wenn ich den Hörer abnehme erfahre ich auch wer dran ist.
Tom meint nur "Seg-Alarm, ich kann nicht, habe selbst NEF-Dienst". Kurz frage ich noch, um was es geht und dann peil ich es endgültig, ziehe ich an und brause los.
Die Schuhe ziehe ich erst unten vor der Tür an, weil die Treppenhaus so poltern. Kurz muß ich noch tanken, denke schon in der Wache als letztes anzukommen, doch ich liege im guten Mittelfeld. Um kurz nach halb 4 Uhr bin ich angekommen und ziehe mich zügig um.
Ich lasse mich mit den Anderen auf die Autos einteilen, somit weiß ich zu welchem Bereich ich zugeteilt bin, stelle mich im Geist auf Bettschieben, tattrige, demente, verzweifelte Alte Menschen ein.
Die Kollegen kennen den Anfahrtweg durch den Wald nicht wirklich. Meine alte Heimat ist das ja irgendwie und so lotse ich gerne durch die verschlafenen Wege an lauter Reh-Gruppen vorbei.

An der Einsatzstelle warten wir einen Moment bis wir eingewiesen werden und gehen dann zur Cafeteria, wo ca. 40-50 alte Personen sitzen und schon durch die Seelsorge und die erste SEG-Komponente betreut werden.
Ich denke mir, dass diese Menschen allesamt vor einem halben Jahrhundert schreckliche Erlebnisse hatten, Verlust bereits größenteils erlebt haben. Nun mußten sie mitten in der Nacht schleunigst aus ihrem Zuhause" eilen, um in Sicherheit zu kommen.
"Damals sind wir schneller zu Fuß in den Bunker gekommen," teilt mir eine nette alte Dame mit, "Doch heute ist man nicht mehr so schnell, wissen Sie?"
Die alten Damen und Herren dürfen erzählen was passiert ist, wie es ihnen ergangen ist. Das hilft schon ungemein in so einer Situation.
Auch um den Vogelkäfig von ganz oben wird nachgefragt und sich gekümmert.

Die Alten sind allesamt ruhig, unterhalten sich ruhig, dösen in ihren dicken Mänteln über den Schlafanzügen in Sesseln oder unterhalten sich leise. Insgesamt ist niemand aufgebracht.
Alle sind Gehfähig. Das hätte auch dick ins Auge gehen können.
Da wir Anfang mit einer längeren Betreuungszeit rechnen richten wir zwei Schlafräume ein, bauen Feldbetten auf, stellen Stühle. die Cafeteria bereitet ein frühzeitiges Frühstück vor.
Doch kaum ist alles hergerichtet ist der Einsatz für uns beendet. die Personen dürfen teils wieder in die Wohnungen zurück oder werden woanders untergebracht. also bauen wir wieder ab, bilden eine Kette, um die Feldbetten weiterzuleiten.
es ist schön mal wieder die anderen Kollegen zu sehen. Auch die Kollegen der anderen Organiationen kennt man und schwätzt kurz mit ihnen. So macht auch die körperliche Arbeit Spaß.
So glimpfliches das ganze abgelaufen ist, soviel Glück da war, dennoch ist eine frau beim Brand ums Leben gekommen.
Für mich ist der Einsatz beendet und um 8 Uhr liege ich wieder im Bett und schlafe noch ein paar Stunden.
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Mittwoch, 24. Oktober 2007

Rotgeweinte Augen am Seitenstreifen....

.... der Autobahn sollte man nicht ungetröstet stehen lassen. So war der Stau dann doch nicht die Rush-hour, sondern 5 Kilometer Gafferstau.
Kleinwagen rummst auf LKW. Da hat der Kleinwagen natürlich verloren und der Abend der Dame war dahin. Passiert war ihr weiter nichts, bis auf eine kleine Verletzung am Finger.
Die beiden männlichen Unfallgegner nahmen es gelassen, doch zum Trösten hielt ich da wohl besser her. Ob ich Ärztin wäre. Nein, aber vom Rettungsdienst. Und schon erntete ich dankbare Blicke. Die beiden baten mich noch ein bisschen dazu bleiben. Das tat ich dann auch gerne und wartete, bis der Lebensgefährte der leicht aufgelösten Dame dazukam.
Die Ausrufe "F*ck" ließen mich dann doch annehmen, dass kein Kreislaufkollaps mehr zu erwarten wäre und ich nur noch der Anstandshalber ein paar Minuten da blieb.
So kam ich unwesentlich später zu Paps Geburtstagsfeier und einem Menschen konnte ich wenigstens heute ein wenig helfen.
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Sonntag, 19. August 2007

Sandienstreflektion

Ich habe dazugelernt. Ich habe Fehler gemacht. Und doch, glaube ich mit gutem Gewissen von mir behaupten zu können, dass ich gestern dazu beigetragen habe, ein Menschenleben zu retten.
Ein gutes Gefühl.
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Montag, 21. Mai 2007

Polizeinotruf

Verkehrsunfall in Nordenstadt, ohne Personenschaden.
Die Autos waren beide nicht mehr Fahrtüchtig, bzw zur Seite zu schieben. Den einen Fahrer kannte ich, er wollte keine Polizei, war aber so mit Schreibkram der Versicherung beschäftigt (Mitten auf der Straße), dass ich dann doch von ein bisschen weiter weg, den Notruf betätigte.

Die Beifahrertür bog ich soweit mit Gewalt auf, das die Beifahrerin aussteigen konnte. Ich bat sie, sich an die Seite auf den Bürgersteig zu stellen und nicht im Auto sitzen zu bleiben. (Den Leuten ist irgendwie nie bewußt wie gefährlich das ist, in einem liegengebliebenen Auto mitten auf der Gasse zu stehen.
Das eine Warndreieck war durch Einkäufe im Baumarkt zugemüllt zugestellt, das andere baute ich schnell auf und stellte es in gebührendem Abstand auf.
Ich fand`s ja prima, das niemanden etwas passiert war, die Autos sahen so mehr nach wirtschaftlichem Totalschaden aus. :-(
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Sonntag, 13. Mai 2007

Sandienstresumee

Wenn man auf dem Festplatz sein erstes Babysitterkind trifft und mit ihm über Rechtsradikalismus diskutiert, dann spürt man, das man älter geworden ist.

Wenn man einen Patienten und sein Umfeld erlebt und von den Lebensumständen erfährt, dann spürt man mal wieder wie gut es einem doch eigentlich geht.

Wenn man die Streifenpartner tauschen kann, so dass man zu dritt ein echtes Dream-Team ist, dann sind es die kleinen Dinge, die einem am Abend Freude machen können.

Wen einem ein Fremder auf die Schulter klopft, und sagt, dass es gut ist, dass man in der Funktion als Sanitäter da ist, dann hat man die Welt wieder ein klitzekleines bisschen besser gemacht.
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Sonntag, 6. Mai 2007

Judosandienst

Das ist ein Dienst, der macht auch Spaß, wenn mal nix passiert. Aber Erfahrungsgemäß braucht immer mindestens ein Pflaster oder einen Kühlpack.
Aber nur den Kämpfen schon zuzuschauen ist unterhaltsam genug. Da gibt es wirklich andere Dienste, wo man sich ein buch oder ne Zeitschrift mitnehmen sollte.
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daywithmyfather
erstaunlich, berührend das Buch ist vorbestellt. http://www.d ayswithmyfather.com/
Ynnette - 19. Nov, 23:50

lese / höre zur Zeit


Hamid Peseschkian (Autor), Connie Voigt (Autorin), Andreas Herrler (Sprecher)
Psychovampire - Über den positiven Umgang mit Energieräubern (4 Audio-CDs + 1 Bonus DAISY-MP3-CD)

Ein Gedanke, ein Wunsch, ein Gedenken

Mein Senf bei Anderen

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Nicht negativ verstehen, ich fand das total süß!
Ynnette - 19. Nov, 23:04
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Ynnette - 18. Nov, 18:04
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Ynnette - 17. Nov, 08:07
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