Dienstag, 29. Mai 2007

3 h Taunus, ein wenig Verzweiflung und ne Menge Fahrspaß (Teil 2)

Schnell noch Fahrtbeschreibung und ein paar schicke CD`s eingepackt um die Fahrt im schnellen Auto genießen zu können.
Und husch geht es auf die A3, erste CD eingelegt, das Gaspedal bis 200 km/h durchgedrückt und ab dafür. Bei der Idsteiner Ausfahrt muß ich leider wieder raus, presche über irgendwelche Käffer Richtung Hohenstein. Ich überhole an Stellen, wo ich es mir mit meinem alten Golf nie zutrauen würde und überhaupt diese Kurvenlage. Herrlich, ein Gefühl wie in der Autowerbung.
In Hohenstein angekommen erblicke ich zwar keine Burg, kann aber nach dem Weg fragen: "Burg Hohenstein", sprach es aus dem verdutzten Gesicht. "Da kommen se heute nich hin, da ist doch die Straße gesperrt. Pah, da steht mein Auto, ich muß dahin. "Danke, ich such mir dann mal meinen Weg."
"Piep - bitte Tanken", spricht auch das Auto nun mit mir. Während ich versuche Mike nun doch telefonisch zu erreichen zeigt mir auch das Handy zuwenig Akku für ein Dauergespräch an. Nur noch 2 Balken. Und kein Mike an der anderen Seite der Leitung. Mein Mut beginnt ins Schwanken zu geraten.

Da muß es doch eine Stelle geben, wo Rettungsmittel, Polizei, Feuerwehr und Möchtergernautotauscher über die Autofreie Straße kommen können. So eine Art Schleuse. Also ab nach Breithard. Eine Straßensperre nur "Für Anwohner" ignorierend düse ich durch den Wald und genieße die Kurvenfestigkeit. Nicht genießen tue ich die Straßensperre, die mich nicht eine Schleuse treffen lässt sondern einen Familienvater, der sich auf die Frage nach meinem gewünschten weg die Haare zu raufen beginnt. Wieder zurück, 2 CD einlegen und an das gute Glauben.
Ich probiere dezent verzweifelt mein Glück mit einem Anruf bei der Polizei. Schließlich ist mein Begehr wirklich dringend. Der Polizist ist auch wirklich freundlich, durchsucht die Karte vor ihm nach einer Alternative. "Nee, da geht heute nix. War ja auch lange genug bekannt." Ja danke auch, Belehrungen brauche ich nun nicht auch noch. "Recht schönen Dank für Ihre Zeit und einen stressfreien Dienst".

Da klingelt das Gute plötzlich neben mir auf dem Beifahrersitz. Mike ist gerade aufgewacht und noch ein wenig desorientiert. Ich erzähle ihm von meinem Problem und er erzählt etwas von Bad Schwalbach und über-die-Felder-fahren und Diesel tanken kam auch noch irgendwann drin vor. Kurz reiße ich noch die Bedienungsanleitung fürs Navi an, was mir Mike auch noch ohne Kaffee erklären kann. Weitere Erzählungen und Akkuverbrauchssekunden erspare ich mir und brettere weiter zurück nach Breithard. Kurzer Anruf bei meinem Frühstück bei meiner Mutter, die Aktion hier könne noch ein wenig dauern.

Wieder frage ich einen am Zaun glotzenden Dorfbewohner nach der nächsten Tanke. "Da müssens schon nach Taunusstein, hier rechts über Name-vergessen-Kaff." Wäre eh meine nächste Adresse gewesen. An der Tanke erinnere ich mich an meine kurzen Heimatjahre in einem Taunussteiner Ortsteil und einen Alternativweg nach Bad Schwalbach über das Taunus-Wunder-Land.

In Bad Schwalbach genieße ich die gut funktionierenden Bremsen und den kurzen Bremsweg und gehe gedanklich eine Imaginäre Karte in meinem Kopf durch. Meine Intuition lässt mich bei der Ortverwaltung link abbiegen und anhalten. Ich probiere mich am NAVI, entdecke dabei ein Schild "Lindschied - Burg Hohenstein - Fahren auf eigenen Gefahr!" Das muß mein Weg sein! Frischen Mutes entere ich das Navi, gebe diesmal "Burg Hohenstein" ein und lasse mich inklusive Zielort finden. Golf und Mike, ich komme! Bin gleich da.
In Lindschied verfahre ich mich zweimal, frage bei einem Fest der Freiwilligen Verregneten Feuerwehr nach dem Feldweg und entdecke endlich wieder diese Din 4 Großen weißen Papierschilder, die mir den Weg weisen. Feldwege, ja davon war die Rede, Waldwege, Schotter, nunja, das Superauto nimmt wie es kommt und ich hoffe auf Gegenverkehrsfreie Fahrt.

Eine weitere Prüfung beginnt vom Himmel erst zu tröpfeln, dann zu schütten. Mir doch egal, ich habe ja die supertollen Scheibenwischer. Und raus geht es wieder aus dem wald, die Wege werden kleiner, das Auto breiter. immer wenn ich am zweifeln bin, ob ich nicht falsch bin - wie erkläre ich jmd, wenn mir was passieren sollte, wo ich bin?- finde ich wieder ein weißes Din 4 Schild. Inmitten von irgendwelchen Feldern bemitleide ich ein Paar, das mit ihrem kleinen Fiffi hier Gassi geht. Blöder Zeitpunkt Fiffi pullern lassen zu müßen. Einen Kilometer weiter erblicken meine geschulten Augen einen alten Herrn, der mit zwei Wanderstöcken in der Hand am Rand steht. Der regen scheint ihm nichts aus zu machen, aber ich beschließen ihn dennoch mitzunehmen. der Arme schnauft, das ich in Gedanken schon einen Notruf absetze und nach einem Asthmaspray frage. Nee, Atmen ging, nur die Beine wollen nicht mehr. Superauto meldet eine nichtangeschnallte Person im Auto und ich fahre langsamer. Den triefendnassen Herrn bittent sich bitte anzuschnallen, sonst würde Superauto ständig piepsen male ich mir in Gedanken ein Marmelandenbrötchen mit Tee aus.

Weitere 1000 Meter signalisiert der Ortskundige Beifahrer seinen Zielort erreicht zu haben und weißt mir den weiteren Weg. Da ein Schild "Zur Burg". Tschaka. Mike sitzt mit Freundin bereits im Auto, da er aus dem Hotel mußte. Ich fasse nur kurz meine bisher zurückgelegten Kilometer zusammen und gebe Mike die mündliche Tankrechnung. 30 Euro tanken, 20 Euro für dich und 10 Euro für meinen Fahrspaß.
So und nun ab zum Frühstücken. Es ist kurz vor 12 Uhr und mein Bauch verdrängt Adrenalin und Übermüdung und meldet sein Grundbedürfnis.
Bei dem Wort "Frühstück" beginnen die beiden zu stöhnen. Sie haben auch nicht frühstücken können, da sie zu lange geschlafen haben. HM, eine kurze Überlegung, ob meine Mutter für die dreifachen Anzahl von Gästen ausgestattete wäre muß ich verneinen. Ausserdem müssen die beiden auch noch das Hochzeitspaar vom Schloß abholen.

So drücke ich beide und verabschiede mcih. ;Mein Golf zeigt artig noch den gewünschten Kühlwasserstand an und ich fahre los. Das Gaspedal muß ich etwas stärker durchdrücken, die Bremsen etwas früher betätigen und in der Kurve insgesamt langsamer fahren. Aber nach etwas mehr als 30 Minuten bin ich bei meiner Mutter angekommen. 3h Fahrzeit, ein bisschen Verzweiflung, eine Menge Fahrspaß und der Spruch "Alles wird gut"stecken in meinen Knochen. Das Ei ist leider schon kalt, aber vor mir liegen 2 superleckere Körner-Brötchen, schmackhafte Käsescheiben, bombastisch leckere Oliven mit Mandeln, rote Ökomarmelade und frische Erdbeeren.
"Nun leg erst mal die Beine hoch" bemitleidet meine Mutter meinen müden Ausdruck und stellt mir einen frisch aufgebrühten Tee hin.

Montag, 28. Mai 2007

3 h Taunus, ein wenig Verzweiflung und ne Menge Fahrspaß (Teil 1)

Mike habe ich vor ein paar Jahren auf einer single-Seite kennen lernen dürfen. Seid dem ist er mir richtig ans Herz gewachsen. Umso dümmer fand ich es, dass just an dem Tag, wo ich in den Eastern Suburb von Wiesbaden zog er nach Hamburg zog. Sonst wären wir Diagonalnachbarn gewesen.
Vor ein paar Wochen fragte er mich, ob ich Chauffeuse für seine besten Freunde an deren Hochzeit machen könnte. Ja ich war dabei. Er erzählte etwas von Burg Hohenstein, von Problemen der Erreichbarkeit für die Hochzeitsgäste , da gleichzeitig "Fahr zur Aar" stattfinden würde.
Da ich das Brautpaar Nachts fahren würde tangiert mich das weniger. Freitag machten wir dann aus, nochmal am nächsten Tag zu telefonieren, um weiteres auszumachen. Samstag Abend - ich saß gerade am Rechner von Gringel und TRH um den beiden was bei ebay reinzustellen (Braucht wer ne Küche) klingelte Mike durch. Ob er irgendwie Festnetztechnisch erreichbar wäre, fragte ich. Nee, er wäre doch schon auf der Hochzeit. "Hochzeit? Ist er gar auf zwei feiern am Woe eingeladen?"
Ich war im festen Glauben erst Sonntag auf Montag fahren zu müßen. Mike verklickerte mir aber, das es schon an dieser Nacht zu meinem Einsatz kommen würde. Grinsend malte ich mir in Gedanken aus, wie verpennt ich wohl zum verabredeten Frühstück bei meiner Mutter um 10 Uhr erscheinen würde.

Gringel und TRH fuhren mich heim, ich hüpfte in meine schwarz-weiße Bluse und Jeans und druckte noch schnell eine Wegbeschreibung zur Burg Hohenstein aus. knapp 50 Minuten später war ich da und wurde auch direkt von Mike begrüßt. Er zeigte mir kurz diverse Feinheiten seines VW-Schlachtschiffes, unter anderem den eingespeicherten Weg des Navis zum Ziel-Hotel. Auch machten wir aus, dass am nächsten Tag Mike mit Freundin mein Auto zu mir fahren würde und wir dort tauschen würden.

Diverse kalt- und coffeinhaltigen Heißgetränke für meine müden Gehirnwindungen später gähnte das Hochzeitspaar und wir machten uns auf den Weg.

"Das war der schönste Tag meines Lebens"
, seuftzte die Braut dankbar auf ihrem Sitz. Am Straßenrand sehen wir einen Fuchs, der einem Hasen "Gute Nacht" gesagt hat, und ihn im Maul in den Wald schleppt. Der Bräutigam erzählte mir auch wenig von der Trauung. Ich freute mich einen Teil dazu beitragen zu dürfen und gewöhnte mich derweil an diverse Feinheiten des Autos. Herrje so viele Knöpfe - "Könntest du bitte mal die Klimaanlage kühler stellen?" "Demnächst abbiegen" bedeutet beim Navi nicht "Jetzt" und das Gas-Kupplungsspiel brachte das müde Brautpaar zu diversen Nickmanövern. "Hält wach" kommentierten die beiden Tapfer, mir war es nur peinlich, da mein Anspruch an eine Hochzeitschauffeuse auch eine sanfte Fahrweise beinhaltet.
Das Vorfahren im Rondell Schloß Reinhardshausen passte da schon eher.

Und schwups war ich wieder auf der Autobahn und plumste bei Morgendämmerung und Vogelzwitschern gegen 5 Uhr ins Bett. 4h und wenig erholsamen Schlaf lies mich ein Gedanke hochschrecken. "Der Schlüssel" Um zwei Autos erfolgreich tauschen zu können, müßen sich auch beide Parteien im Besitz des Autoschlüssels befinden. Dem war aber nicht so. Mein Autoschlüssel inklusive Schutzengelbär-Anhänger befand sich genauso in meiner Handtasche wie der modernde Key des Mike-Combi.

So schrieb ich meiner Mutter eine SMS , flutschte in meine Klamotten und druckte schnell noch eine Wegbeschreibung nach Hohenstein aus. Wegen der Veranstaltung "Fahr zur Aar" wollte ich diesmal nicht über dne Rheingau sondern über die A3 und den Taunus düse, um - so meine Planung- noch während dem Frühstück von Mike im Hotelraum zu stehen und mit dem Schlüssel zu winken.

Soweit die Planung.

Schnell noch Fahrtbeschreibung und ein paar schicke CD`s eingepackt und die Fahrt im schnellen Auto genießen zu können.


War im Text schon viel weiter, aber ein unerklärbarer unnötiger Tastendruck entfernte mein letztes Gedankengut. *lautfluch
Bald mehr

In Erinnerungen schwelgen

Als ewige Studentin des Lebens habe ich mich nun im www.studi-vz.de eingetragen. Es ist mehr als spannend, wen man dort alles wiederentdeckt.

Habe auch meine komplette Realschulklasse abgeklappert - ein wenig in Erinnerungen geschwelgt und den ein oder anderen gefunden.

Kata-Demonstration für Dan-Prüfungen

Hessische Kata-Meisterschaft Nage no kata, Katame no kata, Ju no kata , Kime no kata und Kodokan Goshin jutsu für Frauen/Männer
in Taunusstein-Bleidenstadt

Sehr interessant. Bis jetzt war Judo nur immer eine reine Sportart, die nicht wirklich zur Selbstverteidigung taugte. Faszinieren tut sie mich seid dem ich als kleiner Pimpf selbst mal im Verein war. Leider war ich zu dem Zeitpunkt nur viel viel jünger und ein wenig kleiner, als meine Gegner, oder Mit-Über. Dank diverser Erklärungen verstand ich auch das, was da auf der Matte passierte. nur doof, das ich schon viel zu früh fahren mußte. Hätte gerne noch einen Rettungsdienstkollegen und Judika beim Siegen zugeschaut ;-(

Samstag, 26. Mai 2007

Ein Wal

Ein großer Wal. Ein ganz großer Wal. Wirklich. Faszinierend und bei Frau ...äh...Mutti gefunden

Donnerstag, 24. Mai 2007

Braucht die Welt nicht

Der Anblick einer totgefahrenen Katze an der Autobahnauffahrt muß nicht sein. Zuhause sitzt bestimmt jemand und wartet. Ein Scheiß Gedanke.

Montag, 21. Mai 2007

Polizeinotruf

Verkehrsunfall in Nordenstadt, ohne Personenschaden.
Die Autos waren beide nicht mehr Fahrtüchtig, bzw zur Seite zu schieben. Den einen Fahrer kannte ich, er wollte keine Polizei, war aber so mit Schreibkram der Versicherung beschäftigt (Mitten auf der Straße), dass ich dann doch von ein bisschen weiter weg, den Notruf betätigte.

Die Beifahrertür bog ich soweit mit Gewalt auf, das die Beifahrerin aussteigen konnte. Ich bat sie, sich an die Seite auf den Bürgersteig zu stellen und nicht im Auto sitzen zu bleiben. (Den Leuten ist irgendwie nie bewußt wie gefährlich das ist, in einem liegengebliebenen Auto mitten auf der Gasse zu stehen.
Das eine Warndreieck war durch Einkäufe im Baumarkt zugemüllt zugestellt, das andere baute ich schnell auf und stellte es in gebührendem Abstand auf.
Ich fand`s ja prima, das niemanden etwas passiert war, die Autos sahen so mehr nach wirtschaftlichem Totalschaden aus. :-(

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