Hätten wir die die kleine süße Ratte vor dem Eingang der Kindertagesstätte gelassen, wäre sie spätestens in der Nacht erfroren. die noch anwesenden Kinder drückten genauso wie die Erzieher, dass das Einfangen klappte. Doch den Käse stibitzte mir die weiß-graue Schönheit aus den Händen und machte sich wieder ins Kräuterbeet. Erst der todesmütige Einsatz eines Hortpapas brachte Erfolg. Zuerst wenig zaghaft mit der Hand, dann durch meine Erklärungen von gestressten gleichsam bedeutend bissigen Nagern stülpte er die Herbeigeeilte Kiste über der Ratte und wir schoben behutsam den Deckel unter den Popo der Ratte und versorgten sie für den Transport zum Tierheim noch schnell mit einer weiteren Käsescheibe und einem Stück Apfel. Im Tierheim würde die Ratte auf noch recht jung geschätzt. Der Betreuer bestätigte mir, das die befellte Dame - wie er nach einem fachmännischen Blick erkannte die Nacht in der Kälte nicht überlebte hätte. so wünschen wir ihr, dass sie mit all den über 400 Kleintieren im Tierheim Wiesbaden einen neuen Besitzer finden möge.
Ein Anruf beim Ärztlichen Fachdienst für die Fellnasen erklärte meine verspätete Ankunft, was dieser lachend zur Kenntnis nahm. Im Wartezimmer spielten beide Kinder des Arztes friedlich mit Bauklötzen. Bis der ältere der Beiden mit einmal aus dem Drucker ein Blatt Papier zückte, auf mich zuging , mir das Blatt unter die Nase hielt und kurz und knapp seinen Willen zum Besten gab: "Flieger falten". Im Verlauf der Wartezeit unterhielt der Kleine auch noch die anderen Wartenden und forderte ihre origamischen Kenntnisse in Fliegerfaltarbeiten heraus. Ein Kompliment erhielt der junge Mann neben mir, der die besten Flugkünste durch den Warteraum erreichte.
Fliegerbasteln
Meine Bone von gestern ist sehr lapidar. abends nach der Arbeit einfach mal nichts tun. Gammeln. Stundenlang Hörbuchhören und Mahjong spielen. (Nebenbei eine einzelne Maschine mit Wäsche anstellen und trocknen)Abschalten, Zeit verplempern, nichts sinnvolles, zu organisierendes tun.
Papa wollte nach der Entlassung ganz schnell heim, dann mußten wir aber doch noch 1h auf den Arztbrief warten. Das heimkommen war anstrengend aber er freute sich zuhause zu sein. Ein Funken Hoffnung besteht noch mit einer neueren Medikamentisierung.
...um heute eine Bohne zu finden. Vielleicht waren es die Kinder, die draußen , ganz ohne irgendeinen Hügel, eine Erhebung oder ähnliches stundenlang mit zwei Schlitten gespielt haben. Es gab keinen Streit und jeder war irgendwie mal dran. Mal hat einer gezogen, mal saß auch einer hinten drauf, mal band man beide Schlitten aneinander.
Halt gab mir heute Abend die Bestärkung ,das mich mit meinem Bruder soviel verbindet und wir gleiche Gedanken teilen."Wir werden das irgendwie Schultern und auch das Schaffen."
vor den nächsten Monaten.
Morgen ein Gespräch in großer Runde mit dem Chefarzt für die nächste Planung. Ich bewundere Paps, wie er alles loslässt.
Wenn jemand aus dem Krankenhaus vorerst entlassen wird, heißt das nicht immer was Gutes. Beim Telefonat hatte ich kurz das Gefühl mir schwimmen die Beine weg. Doch irgendwie hatte ich schon vorher ein merkwürdiges Gefühl dabei und habe mich auf die Aussicht der Entlassung Mitte der Woche nicht freuen können.
Projekt "Hoffnung". Ergebnisse vom "Zwischenstand" folgen morgen und ich fahre nach der Arbeit hin und habe ein wenig Angst davor.
Die Nachbarin (so Anfang 60)von nebenan kehrte den Schnee vom Bürgersteig. Sie hatte eine eigenwillige, aber durchaus effektive Art einen Besen als Schneeschieber zu benutzen. Aus dem auto heraus betrachtete ich sie und dann fiel mein blick auf einen kleinen Schneemann am Eingang ihres Grundstückes. Wer ihn den gebaut hätte, begrüße ich sie nach dem üblichen Neujahrswünschen. Sie lacht und meint, sie selbst hätte ihn sich gebaut. Da muß ich schmunzeln, den ihr Lächeln geht über beide Wangen. Da müsse wohl noch eine Möhre her, meine ich und überlege schon was mein Kühlschrank noch hergibt. Sie hätte keine mehr, aber ein paar Knöpfe solle er noch bekommen.
Ich finde oben ein paar alte Kastanien und lege sie ein paar Minuten später dem Schneemann zu Füßen, der nun dicke Kieselsteine für Augen, Mund, Nase und Mantelknöpfe bekommen hat.
Paps hatte ich angeboten in seinem Auftrag eine Orchidee für Omas Geburtstag zu besorgen. Er war einverstanden und ich fuhr auf gut Glück in die Gärtnerei ein paar Orte weiter. Was ich dort erblicke, lässt meine Augen strahlen. Wundervolle Orchideen in allen Formen, Farben und Größen und zu absolut prima Preisen. so entscheide ich mich nach langer Überlegung für einen riesigen Stock mit besonders vielen ausladenden Blättern und riesigen Blüten. Hier werde ich mir wohl demnächst auch was gutes tun, denke ich noch. Die Gärtnerin verpackt mir das "Monstrum" witterungsfest und da ich eh nicht schnell fahren kann, kommen die Orchideen die beim rohe Eier Transport unbeschadet bei der 91 jährigen Oma an. Es ist schön, ihre Freude über die Prachtpflanze erleben zu können.
Es klingt echt berechnend oder kommerziell, oder ich weiß nicht was. Meine Tupperberaterin hat es völlig unerwartet nun doch möglich gemacht, dass ich über den Betrag rüberkam, der als Grenze angesetzt ist, dass man frau das nächsthöhere Gastgebergeschenk bekommt. Und das sit echt ein feines Teil, was ich dafür bekommen.
Der 3. Teil des Umzuges ist abgeschlossen und mein Bett steht nun separat im ehemaligen Arbeitszimmer. Die Hilfe von Tony war echt prima. Auch wenn ich morgens schon das halbe Bett auseinander genommen hatte. Das hätte ich alleine nicht schaffen können.
Außerdem haben wir beim auf- und Umbau soviel gelacht, weil es doch ein paar Fehler gab, dass sie Sache echt Spaß machte.
Und eben noch gemütlich Maronen knacken und ne DVD gucken. Tony ist ein Freund in meinem Leben, für den ich wirklich dankbar bin.
Habe heute Nacht von der Bohnenaktion geträumt und ich weiß noch, irgendwas schönes passierte, wo ich noch dachte, das ist eine Bohne wert!