38,5 Temperatur und fiese Halsweh. Heute morgen beim Arzt war mal wieder der Vorführeffekt. nix zu sehen. Ich konnte es nciht glauben. Dennoch lobte er mich, dass ich mich so schön spiegeln lassen würde. Bringt mir aber nix, wenn ich mir vorkomme wie ein Hypochonder.Die Nacht war nämlich echt unangenehm.
Die letzten Stunden habe ich alle schön gemacht für die Kleine. (Nun gut Kühlschrankabtauen ist nicht fürs Fellknäul. aber dennoch nötig)
Sobald ich mal sitze kommt der beste Krankenpfleger von allen und will mich gesund kuscheln.
Morgen werde ich mich fett dopen müßen für meinen kleinen Vortrag bei der Feuerwehr.
Als ich das Wohlfühlhormon felifriend beim Tierarzt holte vergaß ich den Schlüssel. Tony war mal wieder der Engel in der Not und schloß mir auf.
Es ist wie eine Ohrfeige ins Gesicht
Fieber = keine Arbeit morgen, kein Jahresgespräch, abends kein Grillen
Kotzen könnt ich, nur kotzen!
Diese Süße wird hier zu uns kommen.

Dabei lief es die letzten knappen 30 Tage so gut. Und heute wieder Halskratzen. Hoffe, dass es morgen rum ist. Ich spüre schon wieder die Unsicherheit in mir aufsteigen.
ansonsten wird es so langsam aufregend unterm Dach. Am Samstag halte ich erst meinen kleinen Vortrag über Didaktik zur Brandschutzerziehung und bin ziemlich aufgeregt. anschließend hole ich Gringel ab und wir fahren das kleine Fellknäul abholen. Die Reise wird 400km ausmachen. Aber mit Gringel ist das eine schöne Tagestour und ich bin so gespannt auf die Kleine. Bin mir noch nicht schlüssig, ob es nun eine "Lotta", oder eine "Ronja" wird.
Kaum war ich einmal um den Marktplatz gelaufen, da rief es schon und ich fühlte mich angesprochen. Bekannte Gesichter, die mir freundlich zulächelten. Da saßen sie also wieder: Die beiden von "Liederwillig". Ach schön ist das, wenn man Willkommen geheißen wird.
Und diesmal konnte ich wieder 2-3 Lieder mehr mitsingen. Die Beiden erzählten von Larps und Lagern und ihrem Treiben als Barden. sie haben eine Spendenbüchse für die Deutsche Knochenmarksspende auf dem tisch stehen. Einen Met lassen sie sich gerne mal ausgeben, aber die Gage wandert in die Dose. Sie brauchen nach eigener Aussage das Geld nicht. Die Philosophie gefällt mir und finde ich lobenswert. Lust haben sie mir gemacht. Ich glaube meine Augen haben ganz mächtig gefunkelt. Hier gefiel es mir um einiges besser, als beim Konzert von Dunkelschön.
Schade, dass die beiden nächstes Jahr auswandern wollen. Besonders lieb fand ich, dass sie mir ein Bett anboten, wenn ich dem Met mehr als gewollt zusprechen wollte.
Das Wetter war deutlich kühler wie am Wochenende zuvor. Lange würde ich nicht bleiben können in meiner Gewandung. (Trotz warmen Met, Unterziehshirt und Strumpfhose.) Die erstandene wollene Gugel wärmte mich erstaunlich gut und so konnte ich doch bis nach 22 Uhr bleiben.
Erst kam ich mit dem Schuhmacher ins Gespräch. Er erzählte mir, dass er sein Handwerk nie in einer Ausbildung gelernt hätte, sondern sich vor 15 Jahren selbst beigebracht hätte und nun gut davon Leben könne. Ich lernte viel über authentisches und nichtauthentisches Schuhwerk. Über den Nuten der langen Schäfte, der Bänder und verschiedenen Sohlen.
Dann kam ich mit dem Schmied ins Gespräch. anhand seines sehr individuellen Werkezgeuges erkannte ich ihn von der Ebernburg wieder. Er war gerade dabei sich sein Essen in der Pfanne auf dem Herd anzubraten. Sogleich lud er mich zum Essen ein. Leider mußte ich ablehnen, da ich kurz zuvor mir etwas geholt hatte. (Pizza) Doch sollte es mit meinem Besuch in Freienfeld klappen komme ich gerne auf das Angebot zurück.
Und wieder einmal fühlte ich mich von den Bögen magisch angezogen. Am Stand von Gigi schaute ich mich eine ganze Weile um. Da fiel mir auch ein, woher ich das Gesicht des Besitzer erkannte. Er ist der "Schiedsrichter" von den Bogentunieren der Ronneburg. Eine überaus hilfsbereite Dame bat ich um Aufklärung meiner vielen Fragen. Sie nahm sich wirklich viel viel Zeit für mich. Sie lies mich sogar mit 3 Bögen probeschiessen, um die richtigen Pound zu finden. Ein bisschen stolz war ich schon, als sie bemerkte, dass ich wohl schon mal einen Bogen in der Hand gehabt hätte. Alle Pfeile gingen mehr oder weniger ins Ziel. Doch mein mir schon bekanntes Problem zeigte sich mir gleich wieder schmerzvoll: Ich drehe den Ellenbogen beim Ausstrecken nach innen, wobei der Knochen rausteht und sich dort die Sehne verfängt. 2 Schüsse knallten mir genau dort hin und der Bluterguß heute ist schon recht stark.
Die Langbögen haben es mir besonders angetan. Ein Ratanbögen könnte mein Einstieg sein. (Warum suche ich mir immer so teure Hobbys aus?)Natürlich zeigten mir die Dame und Gigi auch seine selbstgemachten wertvolleren Bögen. Jeder fertige bogen hätte seinen Charakter und Gigi fände es immer wieder spannend zu beobachten, welcher Mensch zu welchem Bogen greifen würde. Er erinnerte mich mit dieser aussage an den Zauberstabverkäufer Mr. Ollivander aus Harry Potter.
Das Kettenglied vom Söldner brachte mir sein von C. zugesagtes Glück: Ich trug es in meinem kleinen um den Hals hängenden Geldbeutel. als es dunkel war und mich langsam doch die Kälte durchzog ging ich schnellen Schrittes durch die geschlossene Marktstraße. Der Geldbeutel baumelte merkwürdig tief an meinem Bauch. Ich griff nach ihm und da fiel mir die Schnur schon vom Hals. Die eine Seite hatte sich gelöst und der Beutel (mit diversen Silberstücken nicht gerade leicht) hing nur noch durch die Reibung der Wolle an meinem Leib. Hätte ich den Beutel verloren, wären 70 € für den Umhang weggewesen.
bin dann mal weg. Richtung Ingelheim.
War ja abzusehen. Trotzdem doof. Bei dem Wetter mag ich nicht aus der Tür. Weder in Gewandung noch in festerer Kleidung.
morgen solls besser werden.