schlagartig. Hexenschuss. Nacht war doof, jedes rumdrehen waren tiefluftholende Bewegungen im Zeitraffer. (Wahh was sind das gerade für Nächte?!)
Heute morgen eine erlösende Spritze. Konnte direkt 2h im Garten arbeiten. Tat gut. Die Kinder halfen bombastisch toll mit und ich mußte mich nicht bücken.
Die Sehnenscheidenentzündungoderwasauchimmer im linken Oberarm motzt weiter rum. Mal schauen was da draus wird. Gleich nach der Dusche gibt es vom privaten med. Pfleger einen Salbenverband. Inklusive DVD-Antipasti-Abend ;-)
Alles wird gut!
Nächte vorm wieder-Arbeiten sind meistens doof. Heute starte ich nach sage und schreibe einem Monat wieder. (3 Wochen Urlaub + 1 Woche krankgeschrieben)
Obs daran lag?
Überall sah ich Lichtschatten, völlig überfordert vom Gedanken Papa zu verpassen. War völlig erschöpft, hundemüde, das erste Mal seit langem Angst einzuschlafen. Aufschrecken bei jedem klitzekleinem Geräusch, jeder Bewegung der Katzen
einfach nur müde, erschöpft und kraftlos
Unabhängig voneinander haben meine Eltern ein Sterbebegleiterseminar gemacht. Meine Mutter gab mir am Freitag folgenden Text.

Bereits seid Samstag sind wir am Wohnung auflösen. Freitag Abend setzten wir uns sehr gemütlich im Garten bei Antipasti zusammen und erzählten, plauderten und fühlten uns nicht alleine.
Die Kleidung in Mülltüten zu stopfen war noch eine der leichteren 2Übungen". Ein paar der Dinge haben wir uns dennoch bewahrt. Je persönlicher die bereiche werden, desto schwerer ist es und umso mehr Zeit nehmen wir uns.
Fotos brauchen ganz viel Zeit und werden irgendwann bei diversen Gläsern Wein aussortiert. Die Bootsmanpfeife aus Marinezeiten, der Degen, Eine Urkunde. Überall hängen Geschichten und Geschichten dran, die wir beim Ausmisten erzählen, oder einfach mal tief seufzen. Briefe werden zerrissen. Sie gehen uns nichts an. Die Möbel werden teils verkauft, teils einem guten Zweck zugeführt, oder doch von uns genommen.
Und überall die persönliche Handschrift von Papa. Seine ganzen Provisorien. Ob das einfach nur durch eine Kriegsgeneration kommt, weiß ich nicht. für uns ist es schlicht Papa. Schmunzeln müssen wir auch über jedes gefundenen Lavendelbeutelchen.
Die Beerdigung ist Freitag mittag und wenn wir uns nicht treffen so telefonieren T. und ich ständig um uns auszutauschen und so langsam die lange Liste "abzuarbeiten".
Gestern das Gespräch für Zeitungsanzeige und Beerdigung, morgen das Gespräch mit dem Pfarrer. Langsam, ganz langsam kommt das Zeitgefühl zurück.
Er: Ich finde es irgendwie total schön, dass deine Zahnbürste in meinem Bad liegt.
Er: Was machst du morgen Abend?
Ich: Mich an deinen Arm kuscheln und dich fragen, wie dein Tag war?!