wäre geschafft. Ich war echt froh, dass der Mann meiner Wahl mit dabei war. Sonst hätten wir nochmal 6 gemeinsame Tage weniger gehabt.
Die Qualität der neuen Ausbildung hat mächtig gelitten. Habe ja schließlich nun den 4. oder 5. Kurs gemacht und habe Vergleichsmöglichkeiten. die Ausbilder selbst können nix dafür. Sind ja vorgaben aus Berlin. Aber der eine Tag weniger jeweils geht zu Lasten der Fallbeispiele, die ich so wichtig finde.
Der Kurs ist nun ein reines reindonnern von Theorie.
Die Bilder die sich mir Phasenweise in den Kopf projizierten waren schmerzvoll und waren schwer auszublenden. Helfen ist ein schönes Gefühl, wenn man etwas tun kann. Doch bei einem zuzuschauen, mitzuleiden und durch das pure Dasein zu helfen tut weh. Das Aushalten wurde mir nochmal so richtig bewußt. Das ist der Unterschied von Palliativ- und Notfallmedizin.
"Roarr" ruft der Kleine und läuft mit erhobenen Händen und bösem Blick durch die Gänge. Drei Meter vor ihm die Mama mit noch einer jüngeren Zwergin im Einkaufswagen.
Ein zweiter Blick meinerseits auf den knapp 2 1/2 - 3 jährigen und meine Alarmsirenen beginnen zu schrillen. Zielstrebig - mit fiesen Bildern im Kopf gehe ich auf die Mutter zu. Der Kleine biegt in den nächsten Gang. Ich bete das nichts passiert.
"Ist das ihr Sohn?"
"Ja, warum?"
"Wenn der kleine die Tüte über seinen Kopf da noch länger hat, klebt sie bald an seinem Gesicht und er erstickt!"
Die Mutter dreht sich erschrocken um, schaut nach ihrem Jungen, macht einen Schritt auf ihn zu und rupft ihm die durchsichtige Obsttüte vom Kopf.
"Das habe ich gar nicht gemerkt, da haben sie natürlich recht. Danke!"
Sie knüllt die Tüte zusammen, steckt sie zwischen die Einkäufe, als wäre das Geschehene damit ebenfalls versteckt und greift wieder an den Wagen.
"Erklären sie es ihm ruhig, das das gefährlich ist." meine ich aufmunternt zu ihr.
Doch sie ist schon wieder dabei weiterzulaufen. Bestimmt war sie dankbar. Doch andererseits scheint sie aus einem Kulturkreis zu kommen, wo Schäden von Kindern unter 6 nur behoben werden. nicht verhindert.
Das Leben ist… bunt und vielfältig, wie ein Farbkasten
Sterben müssen heißt… Abschied und irgendwann Neubeginn
Menschen können… mit kleinen Dingen so unendlich großes tun.
Menschen sollten… sollten sich bewuß0t sein, welche Wellen sie schlagen. Gleich einem Stein, der ins Wasser geworfen, seine Kreise zieht.
Die Welt braucht…mehr Menschen, die sie "Guter" machen wollen.
Das Wichtigste im Leben ist…sich und den Gegenüber wahrzunehmen.
Unwichtig ist …
Vergangenheit ist… ein Sammelsurium von Momenten, die mich zu dem gemacht haben, der ich bin.
Zukunft bedeutet…Pläne zu machen, und irgendwann zu Schmunzeln, dass es doch ganz anders gekommwn ist.
Zeit ist…etwas so kostbares, wenn ich es für mich habe, oder für die Menschen, die mir wichtig sind. Dann ist die Zeit unwichtig und die Welt steht still.
Freunde haben ist…etwas, was sich in Quantität misst, nicht in Qualität. Etwas, das man pflegen muß.
Glück ist… zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein und das auch noch wahrzunehmen.
Gefühle sind… ein vielfältiges Samelsurium, die meine Person ausmachen und liebenswert machen.
Konflikte bedeuten…sich aneinander zu reiben.
Hoffnung ist… manchmal ein Motor.
Glauben können ist… manchmal Seelenbalsam, weil es Hoffnung gibt.
Träume sind…Paralellwelten. Nicht alle wollen gelegt werden. Manchmal ist es nur schön, wenn sie einfach da sind und Phantasie bleiben.
Visionen sind… Kräfte die Antreiben.
Veränderung bedeutet… nicht stehenzubleiben. Sich selbst zu entdecken und Kennenzulernen.
Ich brauche…das Gefühl, mir selbst in die Augen schauen zu können und an mich selbst glauben zu können.
Ich habe Angst vor…Spinnen, Zahnarztbesuchen und Höhe. (Das klingt so nüchtern, im Gegensatz zu obenstehendem.)
Mut bedeutet… den inneren Schweinehund zu bekämpfen.
Das Allerschwerste ist... mit dem Schweinehund eine gleichberechtigte Freundschaft zu schließen.
Verlieren bedeutet… nicht immer nur zu kämpfen.
Perfekt sein bedeutet… an irgendeiner Stelle doch einen Minderwertigkeitskomplex zu haben.
Versagen bedeutet… etwas nicht zu Erreichen,was man sich vorgenommen hat.
Verlust ist… nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite zu betrachten ist die Herausforderung.
Arbeiten bedeutet… sich zu verwirklichen.
Geld bedeutet… nicht alles im Leben. Aber es gibt Sicherheit.
Stärke ist… "Entschuldigung" sagen zu können. Da zu sein, wenn andere es nicht können.
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen, … geben dem Gegenüber nicht die Chance ihn kennenzulernen.
Gesundheit für meine Lieben… ist ein Wunsch.
Gerechtigkeit… bedeutet, vor einer Wahl beide Seiten zu hören.
(Noch) Unerreichbares… stelt mich vor die Entscheidung, ob ich es wirklich will.
Das Stöckchen habe ich bei der Feuerseele aufgehoben und werfe es in die Luft. Fange es, wer möchte.
Ich glaube, würde ich es öfter nehm,en, wären meine Antworten jedesmal anders.
Niemand ist unfehlbar. Und dann wäre da noch die Theorie, dass meine Mitmenschen ein Spiegel meiner selbst sind.
Harte Arbeit also an mir, wenn ich an den kleinen Fehlern des Mannes meines Herzens meine eigenen kleinen Unzulänglichkeiten entdecke.
Weniger meckern sondern bei mir selbst anfangen.
Die Kollegin aus dem Haus trieb mir fast die Tränen in die Augen als sie mit leuchtenden Augen erzählte, sie sei am Sonntag den ganzen Tag in Bad Münster am Stein auf dem Markt gewesen. Sie hätte extra die Augen nach mir aufgehalten, hätte mich aber nicht gesehn.
Wie denn auch. *schnief*
Unspektakulär die Überschrift, wenn man an den Namen denken würde. Denkt man aber an den Teig-Hermann gehen die Augen schon weiter auf, oder?
Samstag morgen hatte dem Hermann noch ein Päckchen Hefe zugefügt und die restlichen Zutaten um einem Siegfried zu backen. Also das Brot. Hermann lagert zum Schutz gegen neugierige und gefräßige kleine Katzen in der Mikrowelle.
Als ich heimkam und die Mikrowellentür lief mir der künftige Sigfried allerdings schon entgegen. Der Teig war fleißig am blubbern, war wohl fast zur Hälfte übergelaufen und hatte eine herrliche Sauerei hinterlassen.
Das Beweisfoto folgte sofort. wer würde mir das denn sonst glauben?
Zu meinem Erstaunen reichte der wenige , in der Schüssel verbliebene Teig aus, um ein super luftiges, normal großes Brot (Siegfdried) zu backen.
Sankurs an beiden Tagen (anstrengend, obwohl xte Wiederholung)
Wäsche gewaschen
Kuchen gebacken (der eine lecker und schön, der andere lecker und in der Form festgepappt)
Treppenhaus endlich mal wieder gewischt (Willkommen im Leben zurück)
Papamöbel fotografiert und bei ebay reingestellt . (Braucht jemand was?)
Küche, Spülmaschine, etc......
Patenkind + Eltern besucht und geknuddelt (*schmacht*)
viel zu wenig Zeit zu Kuscheln (--> doof, richtig doof)
zu müde für Zärtlichkeiten (--> blöd, richtig blöd)
Gott, ist das nüchtern. Wie mit einmal so persönlich und liebgeschriebene Zeilen sich in Briefumschläge mit Briefmarke , Adresse und Absender verwandeln.
Ich halte inne und versuche in mich hineinzuhorchen. Es ist nciht leicht einen Gesamtüberblick zu bekommen. Es ist mehr immer die momentane Situation, die ich wiedergeben kann.
Sage ich "gut" kann es in einer halben Stunde ganz anders sein.
Auf der Arbeit habe ich Spaß und dennoch funktioniere ich irgendwie, bin angespannt.
Und endlich sind sie da. Ich hatte schon ein bisschen Sorge, dass sie nicht kommen. Insgeheim wußte ich ja , das sie Zeit kommen wird. Auch wenn es so unendlich wehtut, wenn sie kommen. Szenen , Situationen, Worte der letzten Monate (der letzten 3 Tage) dringen mir vors geistige Auge. Scheinen sich einzubrennen, als hätten sie Angst verblassen zu können. "Papa", schreit es in mir. Er fehlt.
Meine Tränen
versiegen nicht
in den Gewässern
der Selbsttäuschung,
stürzen nicht ins
Dunkel der Verzweiflung.
Sie spülen mich frei,
und von Zeit zu Zeit
schimmern sie als
kleine Perlen
der Akzeptanz des Lebens.
Kristiane Allert-Wybranietz