Sonntag, 16. November 2008

Alltagsengel

Ich bin baff, was derzeit an kleinen Helferlein auf mich zukommt. Meine Nachbarn von gegenüber haben ja den Autoschlüssel, um mein Auto umparken zu können, wenn ich in ihrer Einfahrt stehe.
Mein Trockner springt bei Überhitzung immer wieder auf und muß repariert werden. Eben rief mich meine Vermieterin an. Beim neuen Gehalt Anfang Dezember kann ich jemanden anrufen, den sie mir empfohlen hat, der dann den defekten Temperaturstab austauschen kann. Nun bietet sie mir an, dass ich ihren Trockner solange benutzen kann. Über meine Steckdose, das Verlängerungskabel hat sie mir schon hingelegt.
Mir fehlen die Worte!

Samstag, 15. November 2008

Paps, mein Umfeld und Gedanken

Die Nachbarn von gegenüber sind sowas von lieb. Wenn ich nun später nach hause komme gibt es oft keine Parkplatz mehr, da die Besucher des naheliegenden Lokals alles besetzen. Die Nachbarn haben mir nun erlaubt in ihrer Einfahrt zu parken. Damit sie mich nicht "stören" müßen, wenn sie raus wollen, haben sie meinen Ersatzschlüssel genommen um dann selbst mein auto umzuparken.

"Vorgewarnt" durch eine meiner Kolleginnen nahm sich meine Chefin viel Zeit für mich. Sie sagte: "Arbeiten kannst du noch dein ganzes Leben, aber dein Papa braucht dich jetzt" so kann ich also jederzeit, wenn ich das Bedürfnis habe zu ihm fahren und für ihn da sein. Ich bedankte mich, doch sie meinte, das wäre selbstverständlich. Ich würde doch genauso reagieren, wenn es eine meiner Kolleginnen so treffen würde.
Solche Menschen sind wirklich ein Geschenk. Ich spüre irgendwie, wer ähnliches erlebt hat, oder gerade selbst mitmacht. Die Reaktionen sind irgendwie anders. Es sprudelt manchmal aus mir heraus, Tränen kommen dazu und der Gegenüber nimmt sich Zeit. Es müßen keine schlauen Sätze kommen oder versuche des Tröstens, sondern einfach das Zuhören, das Dasein für mcih tut unwarscheinlich gut und lässt mcih im Laufe des Gespräches meine Tränen trocknen.

Gringel hat heute Geburtstag und ich freue mich auf die feier. doch ich weiß noch gar nicht, wie ich reagieren soll, wenn meine Freunde fragen, wie es mir geht. Es entsteht so eine traurige Stimmung, eine Stille, die mir furchtbar unangenehm ist. Mein Umfeld trägt das irgendwie mit mir. Ist da für mich. Doch es liegt an mir, zu signalisieren, wenn ich wieder Alltag und Gegenwart haben möchte. Das fällt mir sehr schwer. Meine Freunde lassen Paps lieb grüßen, teil kennt er sie gut und ist per Du, teils muß ich ihm erst erklären, wer da Grüße ausrichtet.

C. rief mich nun schon ein paarmal an, um zu fragen, wie es mir geht. Doch eben erst habe ich eine SMS geschrieben, dass es mir nicht gut geht, ich aber noch nicht drüber reden möchte.

Echt scheiße, mit dieser zerrissenen Familie.
Gestern lag ich auf dem Paps Bett während er Abendbrot aas und sich mit seinem Freund unterhielt. ich beobachtete ihn, wollte mir sein Gesicht einprägen. Meist fällt mir sein Alter gar nicht auf. Ein Papa ist eben immer irgendwie ein bisschen älter. Aber richtig alt? Ich weiß nicht, wann man das von seinen Eltern sagen kann. Ich glaube, dass ist ein subjektives Empfinden und hat nichts mit dem Lebensalter zu tun. Tom und ich haben auf alle Fälle festgestellt, dass unsere beiden Elternteile im Laufe der Zeit an Attraktivität um einiges dazugewonnen haben. Wir schauten Fotos aus den 70ern an und schmunzelten über die Hornbrillen, die Turmfrisuren und die Kordhosen.

Gestern liefen Paps Freund, Paps und ich über den Dachgarten des Krankenhauses. Er nahm uns beide an die Hand. Es war komisch aber irgendwie auch schön und nah. Ich weiß, dass er aus solchen Momenten zehren kann, da ihn die Nähe stärkt. Und ich mag die großen Hände. also ist es wohl auch nicht komisch oder merkwürdig. Für andere vielleicht, die uns da so laufen sehen. wir können offen über alles reden und nichts wird dem anderen krumm genommen. Das macht es leichter. Meine Tante hat ein buch geschickt mir Geschichten über den Tod. Ein esoterisches Buch. Und eine wundervolle Karte, mit einem Bild, wo ein Mensch mit erhobenen Armen in ein wunderschön gemalten helles Licht schaut. Das hängt nun an seinem Bett.
Die Ärzte haben gesagt, er soll seine "Dinge"schnellstmöglich Regeln. Ich ahne glaube noch gar nicht, was da alles dazugehört. Ich glaube auch, dass wir erst mal versuchen uns mit dem "Wort-Case" abzufinden , um uns dann über jeden Monat neu zu freuen, den er noch da ist.

Heute hat die Chemo wohl begonnen und ich werde gleich hinfahren und gucken, wie es ihm geht.

Umzug zum neuen Telefon-I-net-Anbieter

Hätte mir tommy nicht gestern eine sms geschickt, ich hätte mich nur gewundert, dass mein Telefon so leise bleibt. Ich kann anrufen, aber nicht angerufen werden. Nach Telefonat mit netter Dame von der Hotline (Ich hasse diese Weiterleitung "Wenn sie Pups wollen sagen sie Pups, wenn sie Dong wollen sagen sie dong, ...") soll ich nun mal den Stecker ziehen und 15 Minuten warten. Hoffe das klappt, ansonsten soll ich noch 48h warten.

/edit
bin wieder erreichbar

Donnerstag, 13. November 2008

Meinen Kollegen...

...habe ich heute morgen Bescheid gesagt. Sie haben das schon vielfach miterlebt uns wissen was in mir vorgeht. Sie wissen vielleicht auch schon besser was auf mich zukommt. ich bin teils naiv oder einfach nur unerfahren. Das ganze ist neu für mich. Sie haben gesagt ich dürfte jederzeit fahren. Wenn ich gebraucht werde würden sie das irgendwie hinbekommen. Ich finde das unwahrscheinlich lieb von ihnen, da ich doch weiß, wie eng es immer wieder bei uns ist.

Tom erklärte mir eben, dass es noch ein kleine Chance geben würde. Da es nicht die schnellwachsenden Zellen wären, sondern die die eventuell auch langsamer wachsen. Morgen geht die Chemo los. Nach der Arbeit fahre ich wieder ins KH. Heute brauchte ich einen Abend für mich und habe Tony beim Poi-Spielen begleitet und habe Bilder gemacht vom Feuerpoi und Feuerspuken.

Mittwoch, 12. November 2008

Engel...

...sind wohl einfach da, wenn man sie braucht. Man darf sie nicht fordern. Sie kommen völlig unerwartet, nur von sich heraus. Dann halten sie einen , begleiten, geben Kraft und stützen einen für einen Moment.

Ich bin traurig. Unendlich traurig. Zu mehr fehlen mir noch die Worte.

Dienstag, 11. November 2008

Nachbar-TV

Vorhin standen wir (Gringel, TRH und ich) nicht gerade kurz an meinem Fenster und schauten in der gegenüberliegenden Wohnung einem Jungen Mann beim Kochen zu. Es war doch zu lustig, wie wir, ohne in den Topf/Pfanne gucken zu können, herumrätselten was es denn zum Abendessen gab. Er würzte, schwenkte, rührte, goß ab und ging dann irgendwann Tisch decken. Wieder in einer anderen Wohnung waren ebenfalls zwei Personen in der Küche an werkeln.
eigentlich waren wir ja am Spielen, aber das beobachten fremder Leute beim Arbeiten machte mindestens ebensogroßen Spaß.

Apfelweinkuchen

Teig:
250 g Mehl
1/2 Backpulver
125 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
1 Pä. Vanillinzucker

Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und eine runde Springform damit auslegen.

Füllung:
1 kg Äpfel, kleingeschnipselt
2 Pä. Vanillepudding
3/4 l Apfelwein
150 g Zucker
etwas Zitronensaft, evtl. Zimt

Pudding mit Apfelwein kochen, Äpfel daruntermischen. Alles in die Springform füllen und bei 175 ° ca. 1 Stunde backen.

Gringel hat dazu noch Zimtsahne gemacht. Wenn man Herrn google befragt findet man noch ähnliche Abweichrezepte und auch Bilder.

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