Es sind diese immer wieder kehrenden und sich häufenden Hiobsbotschaften der Begleiterscheinungen, die es so schwer machen. Paps ist nun seit über 3 Wochen in der Klinik und der Termin der kurzzeitigen Entlassung bis zur nächsten Chemo wird immer wieder aufgehoben, weil was dazwischen kommt. Heute morgen hätte er gerne gehabt, dass einer von uns beiden bei ihm gewesen wäre. Doch die Schwestern hatten gut zu tun und er war selbst nicht in der Lage. Das ist das was weh tut; Hinterher zu erfahren, dass er einen gebraucht hätte.
ist vor Sam sicher. Super hatte erst die halbe Tasse getrunken und nun kann ichs wegschütten.
Habe bis jetzt noch nichts gefunden, was er nicht frisst. Sogar die Rhabarbertabletten, die Merlin zerstoßen unters Futter bekommt frisst er im ganzen.
...dann gibt es erstaunliche symbolhafte Parallelen zu ihrem wirklichen Leben.
Ich ging in ihre Wohnung, wußte dass sie Tod ist und war umso erstaunter sie plötzlich vor mir zu sehen. Ich fragte sie, warum sie noch da sei. Wollte ja nicht pietätlos sein, aber sie stand doch da vor mir. Ich konnte sie berühren, sie war kein geist. Sie hätte doch noch so viel zu erledigen. Dann sah ich ganze Listen, die sie geschrieben hatte, was zu tun sein, wer anzurufen sei, wie die Beerdigung abzulaufen sei. Selbst ihre Todesanzeige, bzw die Trauerkarten hatte sie geschrieben.
Anscheinend konnte nur ich sie sehen, denn auf ihrer Beerdigung war sie auch da, und versuchte Dinge zu regeln und zu organisieren.
Ich glaube ich habe ihr im Traum auch gesagt, sie solle loslassen, weiß aber nicht mehr, wie sie reagiert hat.
Tony und Freundin klingelten gerade an meiner Tür. Ziemlich platt ebenfalls vom Kurzurlaubswochenende zurückgekehrt trugen beide PC-Teile unterm Arm, marschierten direkt ins Arbeitszimmer und stellten Rechner+Tastatur ab. "Da! Deiner." Das Fragezeichen ignorierte sie. Meinen Satz: "Ihr wisst schon, dass ich doch einen PC von tommy bekomme" kommentierten Tony knapp mit "Hinten ist ein aufkleber mit ner Nummer drauf. Gib die mal bei google ein und guck dir an was drauf ist. Schau dir an welcher besser ist und den anderen gibste mir dann." Und schwupps waren sie wieder weg.
Ähm ja, schönen Abend Euch beiden auch.
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...der letzten beiden Tage waren herausfordernd, erleuchtend, klärend und intensiv. Das Haus ist riesig und ein Zimmer ergibt das nächste. Im Lauf der Stunden füllten sich diese Räume mit Worten voller gesellschaftlicher- , kultureller- und beziehungstechnischer Thematiken. Wie weit darf man gehen, wenn man den einen der Gesprächspartner noch gar nicht kennt? Mein Bauch wies mir den Weg und irgendwie ging es auf. Nur sehr wenige Sätze kratzten scon die Oberfläche weg und wir begaben uns in die Tiefe. Knabbereien, Cuba Libre, ein knisternder Kamin, persisches und indisches Hühnchen, Chai mit Safrankandis, ein Spaziergang und saunieren ernährten Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Das Wetter draußen zeigte sich winterlich mit Glatteis. Die Themen waren symbolisch ähnlich, doch keiner glitt aus oder fror.
Ich habe viel gelernt und bin in neuen Punkten zum Nachdenken gekommen. Mir hat es gut getan und ich bedanke mich mit einem persischen Satz: "Mögen Eure Hände nicht schmerzen."
Paps frisch den Bart gestutz und die Haut gepflegt und mich mit frischen Brötchen vom Bäcker verwöhnt. Die Fellnasen freuen sich beide, dass ich wieder da bin und so werde ich mir nun einen schönen Gammelsonntag machen.
Zwei neue Lernadventure sind angekommen *hust*
Mal schaun, ob ich da eins schon von anfange und nebenbei noch bisserl die Waschmaschine bediene.
Also hoffe ich muß unterwegs nicht umkehren, wegen Sturmschäden oder Schnee. Aber Leveller habe ich nu 2 Jahre nicht gesehen und ich freue mich so Freundin und Häuschen kennenzulernen und ihn wieder zu sehen.
Könnte man zumindest meinen. Heute morgen Schuhe gekauft und deren Pflege zum Anlass genommen gleich ALLE Schuhe und mein geliebtes Lederwestchen mit Lederpflege zu salben.
Ich weiß nicht wann endlich mal die Tränen kommen können, alle, die ich in mir immer wieder aufkeimen fühle und die dann, wenn ich nicht im auto sitze, auf der arbeit bin, mit jemandem spreche oder ich im KH bin, endlich ungehemmt laufen könnten, dann aber nicht wollen.