Im A*di waren die Regale, Aufsteller und Truhen gestern abend leerer als vor Weihnachten.
So eine Panik, dass man nicht mehr vor die Tür gehen kann?
Leid tat mir meine Kollegin, die hier um die Ecke wohnt und bei dir im Haus die Heizung ausgefallen ist. Ich bot ihr mein Bett, Wohnung und Dusche an. Das Ersatzteil fürs alle Parteien sollen angeblich eine Woche dauern. Ganz verschnattert kam sie gestern morgen zur Arbeit.
Ich fahre nachher auf alle Fälle in den Taunus. Um mit dem kleinen Neffenfratz schwimmen zu gehen und abends mit den Eltern Papa-Bilder auszusortieren.
und Opa wäre heute 100 Jahre alt geworden.
Über die Orchidee hat sie sich riesig gefreut. Mehr wohl noch, das ich kam, als sie schon die Läden zuklappte und ins Bett gehen wollte.
Vielleicht sind wir sogar heute Abend schon durch.
Demnächst folgt dann noch "der kleine Wassermann"
Ich glaube wir bleiben erst mal bei Kinderbüchern. Ein bisschen heile Welt im Kerzenschein, oder gemütlich unter der Bettdecke.
Ronja springt aufs Bügelbrett, das nah am Dachfenster steht. Dort trippelt sie hin und her, stemmt sich hoch, schaut aus dem Fenster. Ich erkenne ihren Wunsch, stehe auf und gehe zu ihr. sobald ich das Geschirr nur klicken lasse beginnt sie wie wild zu schnurren. hält einigermaßen still und ich befestige das Buchgeschirr an Hals und um den Bauch. Wenn es zu weit unten an der Seite befestigt ist, scheint ein Sinnesorgan irritiert. Sie fällt um, und kann kein Gleichgewicht halten. Schiebe ich es richtig Richtung Hals ist alles ok.
Und der Motor in ihrem Hals rattert weiter.
Flux ist sie hochgehüpft. Heute schon mutiger und sicherer.
Ein paar Minuten läuft sie an der Leine herum. Während sie draußen herumspaziert und die kalte Winterluft schnuppert, kann ich Merlin eine kleine Zusatzfressportion geben.
Anschließend hält sie wieder ruhig, ich kann das Geschirr lösen und wir kuscheln ausgiebig.
Schön, wenn das so prima klappt.
viel Schwein
ein bisschen Glück
den Sinn für die schönen Kleinigkeiten
Und mir ein wenig mehr Ruhe und nicht so viele (unschöne) Überraschungen, die das letzte Jahr so für mich bereit hielt.
Ein Tag nach Heiligabend fährt ein älterer Herr auf einer kurvenreichen Landstraße in einem Waldstück. Plötzlich wird das dringende Gefühl in der Blasengegend immer stärker und er beschließt kurz rechts ran zu fahren.
In einer Kurve ist aussengelegen ein kleiner Rand, der zu einem Grundstück führt. Es liegt Schnee, teils verkrustetes Eis. Er entfernt sich daher nicht weit von seinem kleinen Peugiot.
Doch als er sein sein Auto wieder starten möchte drehen die Räder durch, es bewegt sich kein Stück, frisst sich nur umsomehr in den halbgetauten Matsch hinein.
Der herbeigerufene Freund kann auch nicht viel machen. Im Gegensatz zu ihm denkt er jedoch an das Aufstellen eines Warndreieckes, das er jedoch vor lauter Aufregung, oder doch der Kälte zerbricht. Er selbst hat gar kein rotes Warnzeichen in seinem Auto.
Da hält ein Audi. Der Fahrer fragt etwas unwirsch, ob man denn kein Warndreieck hätte. Doch hält der an, auf der Beifahrerseite steigt eine Frau aus, spricht den Mann an. Schnell ist also ein Warndreieck an der einen seite, das kaputte Warnsignal notdürftig zusammengebastelt und an der Gegenseite aufgestellt.
Der Fahrer des Audis zückt ein Abschleppseil, befestigt es fachmännisch am hängengeblieben Auto. Der Freund des Herrn möchte versuchen, ihn herauszuziehen.
Die Frau hat auch an die Warnwesten für beide gedacht und bewaffnet sich und ihren Partner damit. Während dieser mit Manovrieranweisungen und Tipps die älteren Herren dirigiert, regelt die Frau den Verkehr, lotst die Autos geschickt um die Kurve, bei der nur eine Spur frei ist.
Das Auto bewegt sich kein Stück, der ziehende kleinwagen bleibt auf der Stelle. Worte von Abschleppdienst, Feuerwehr und ADAC werden laut.
Währenddessen muß auch ein BMW-Jeep halten, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Die Frau hat die Idee, der Mann setzt es um und spricht den Fahrer an, ob er helfen könnte. Dieser sagt sofort zu.
Und während der Verkehr weiter in der Engstelle sich vertrauensvoll nach der winkenden und stoppenden Frau in Warnweste richtet, hilft ihr Partner und der Jeepfahrer dem Herrn, dem das alles sichtlich peinlich ist. Doch er wird von allen seiten beruhigt und besänftigt. "Sowas kann doch passieren." "Seien sie froh, das soviele da sind zum Helfen." "Wenn einem sowas passiert, dann doch richtig."
Schnell ist das Auto herausgeholt. Auch die Warndreiecke werden nicht vergessen. Man dankt sich gegenseitig, wünscht sich frohe Weihnachten und einen guten - nicht wörtlich zu verstehenden - Rutsch. Der Herr muß aber versprechen, sich sobald wie möglich wieder ein eigenes Warndreieck zu kaufen.