Unterwegs

Mittwoch, 4. November 2009

Entführung

Ausschlafen wäre in dieser noblen Atmosphäre toll gewesen, doch Frühstück gab es nur bis 10 Uhr. Das Frühstück war einfach nur gigantisch. Eigentlich mehr als Brunch betitelbar gab es vom Rührei mit Speck oder Würstchen über Birchner Müsli und Obsalat bis zu einem riesigen Brot- und Brötchenangebot, selbstredent mit entsprechendem Belagessortiment alles, was ein zufriedener Hotelgast sich wünschen könnte.
Besonders niedlich fand ich die kleinen Marmeladengläschen. F hatte weniger Appetit. Ich hätte gerne mehr gegessen, aber nach satt passt eben nichts mehr hinein.

Ob es frech war mag ich nicht bewerten, wir dachten wohl beide bezahlt ist bezahlt und bestückten uns nochmal mit dem Inhalt der Minibar.
Mit dem Gepäck fuhren wir in der S-Bahn zu Biene. Eigentlich wollten wir gleich weiter zur Rausch-Schoko-Manufaktur. Aber irgendwie kamen wir ins plaudern und blieben eine ganze Weile. Schön, nun endlich zu wissen und mir vorstellen zu können wo und wie Biene lebt.

Die Firma Rausch liegt direkt gegenüber von Biene und so sprangen wir nur kurz über diverse Regenpfützen und waren auch schon da. Kurz telefonierte ich noch mit Longgoldi, der ebenfalls kurioserweise ein paar Häuser weiter wohnt und zu uns kommen wollte. Pralinen, Tafeln mit den unterschiedlichsten Schokoanteilen, Schokoflocken für Trinkschokolade, Pralinen, Obst mit Schoko umhüllt, mit Fehler, ohne Fehler, in 200 Gramm Tütchen oder 1 Kilopappkartons. Alles stand Speichelfördernt vor uns in den Regalen und im Hintergrund wurden von weißbekittelten Damen hinter einer riesigen Glaswand Pralinen in Kartons einzeln verpackt.

Ich hatte mich noch nicht recht entschieden, da ertönte schon eine mir bekannte Stimme mit Dialekt durch den Raum. Großes Knuddeln, Vorstellen und Begrüßen folgten zwischen uns Vieren.

F wählte eine Tüte Gummibärchen und Pralinen ich bevorzugte Schokoummantelte Kokosstücke und eine Dose mit Trinkschokolade. Und weiter ging es nur wenige Schritte durch da s Schmuddelwetter zum Ufa-Gelände in ein symaptisches Bistro mit Stammlokalitätscharakter zum Mittagessen.

Was hatten uns alle möglichen Leute alles erzählt, was wir tun sollten, besuchen müßten und anschauen könnten. Und nun war unsere Zeit fasst um, wir hatten das Hotel genossen, in der Show gestaunt, liebe Menschen getroffen und geplaudert. Gefehlt hat nichts. Und hätten wir mehr Zeit gehabt, wäre uns ähnlich viel Zeit für Gemütlichkeit und gemeinsamer Nähe wichtig gewesen.

Dadurch das das Auto zuhause bleib und wir entspannt mit dem ICE auch wieder zurückfahren konnten kamen wir , trotz der langen Fahrt und der vielen zurückgelegten Kilometer, entspannt an.
Sich nah sein, Zeit füreinander haben, Zeit für Dinge die uns wichtig sind, lange Gespräche und ein bisschen Abschalten vom Alltag. Richtig schön wars.
Danke F. für deine Kreativität mich zu entführen und mir etwas besonders zu schenken, dein Einfühlungsvermögen und für die wunderschönen Tage mit Dir!


ICE

Dienstag, 3. November 2009

Entführung

Die Nacht war nicht wirklich ausschlaffreundlich gewesen. dDs Nachts hatten wir dem Notdienst noch einen Besuch abgestattet. F. Fuß schmerzte zu sehr. Blödes Sesamknöchelchen. Was hat es da auch zu suchen.

F. hatte morgens seine Sachen in der letzten Minute gepackt und das Taxi sollte unten schon warten. Ich staunte nicht schlecht, als da ein großes Auto mit Ledersitzen stand, der Kofferraum automatisch aufging und F meinte "Doch doch", das wäre unser Taxi. Sah es doch so gar nicht nach gelben Taxi aus.
Der freundliche Fahrer der Limousine kurvte uns flux zum Flughafen und F. mußte mir erneut versprechen, dass wir nicht fliegen würden.
Auch die Gummistiefel hatte ich nicht einpacken müßen. Aber mehr als "Berlin" wusste ich dann doch nicht. Nach einem kleinen leckeren Frühstück und Zeitschriftenerwerb bestiegen wir den ICE nach Hamburg-Altona. Wir grinsten. Später stiegen wir über einen klitzekleinen Umweg über einen klitzekleinen Teeladen aber doch in den Zug nach Berlin.

Die Fahrt vertrieben wir uns mit lesen, Podcast und Hörbuch hören und dösen.
Am Berliner Bahnhof angekommen fuhr uns eine echte Berliner Schnauze zum NH-Hotel. Mir sagte das ganze natürlich nichts. F. grinste sich eins. Unterwegs bekamen wir von der netten Taxifahrerin diverse Tipps. Ich war mittlerweile viel zu aufgeregt um richtig zuzuhören. Als wir ankamen, kommentierte ich F.s Auswahl der Schlafstätte spontan nur mit "Du spinnst". Roter Teppich, Glastür, edle Ledersessel, klare, strukturiere Einrichtung, eine lange Rezeption umrahmt von schlichtem gehobenem Stil.

Während der Fahrt im Aufzug nach oben dachte ich ständig an die Szenen aus "Pretty Woman". Das Zimmer erkundete ich wie ein kleines Kind. Warmes dunkles Holz, ein roter Bettüberwurf, die noch spontan von F. dazugebuchte Minibar, das Bad, die Badewanne und zig Kleinigkeiten. Gerne hätte ich mich mit F. rückwärts in die Betten fallen lassen. doch er meinte, wir hätten keine Zeit. Die nächste Überraschung würde gleich kommen.

Und prompt klopfte es an der Tür. F ging an die Zimmertür, schaute durch den Spion und meinte Trocken, das wäre für mich, ich solle doch bitte öffnen,ohne vorher durch den Spion zu schauen. Den Weg durchs Zimmer versuchte ich gedanklich zu nutzen, um zu überlegen, was da nun sein könnte. Luftballon? ein Abendessen? eine Torte?
Ich öffnete wohl etwas zögerlich die Tür und schaute direkt ins Gesicht von Biene. Sie lachte, öffnete ihre Arme für mich und meinte trocken "Na das klappt ja prima!"

Aber Biene weiß doch gar nicht...., woher.....habt ihr.....? Die beiden lachten und erzählten mir von zig SMS die am Tag hin und hergegangen waren. Zuletzt an der Rezeption.

Perplex und überrumpelt, kurz einfach nur Überrascht. Als ich mich gesammelt hatte boten wir Biene was aus der Minibar an, setzten uns auf Bett und Sessel und plauderten ncoh eine Weile und planten weitere Vorgehensweisen. Natürlich wußte auch Biene von Fs Plänen am Abend genaustens Bescheid.

In einer Einkaufspassage fanden wir ein sehr nettes Cafe. Dort pflanzten wir uns in äußerst bequeme Sofas, tranken Tee und aßen Kuchen.
Anschließend gingen wir direkt um die Ecke noch gemeinsam was Essen. Wie lecker: ein mongolisches Büfett zu Fastfood-Preisen.

Irgendwann mußten wir uns aber wirklich sputen, verabschiedeten uns von Biene, verabredeten uns für den morgigen Tag und eilten zum Hotel um uns aufzuhübschen.

Es blieben uns nur 30 Minuten zum Umziehen, Haare richten und schminken. Doch gelungen schick fuhren wir mit dem Taxi zum Marlene-Dietrich-Platz.

Gespannt schaute ich mich um. Erblickte Plakate für Dirty Dancing, drehte mich weiter um und sah einige Menschen vor einem Eingang. Meine Augen folgten dem Eingang nach oben auf die Leuchtreklame der Blue Man Group.

Herzlichen Glückwunsch sprach der Mann meines Herzens neben mir und überreichte mir einen persönlich beschriebenen Umschlag: 2 Karten für die Blue Man Group.

Wow!

Knistern , Aufgeregt, Gespannt, Neugierde. Es sprühte nur so aus meinem Gesicht und wir gingen hinein.

In den ersten Reihen wurde am gebeten Regencapes überzuziehen. so Dinger, die man sich auch in Freizeitparks kaufen kann, um im Floos und anderen feuchten Geschichten nicht nass zu werden.
Die Sitze waren ziemlich mit Farbe besprenkelt. Auch unsere. Wir aßen in der zweiten reihe ohne Gummischutz und wir überlegten, ob das nun ein Vor- oder ein Nachteil sei.

Die Show begann mit Hintergrundmusik und zwei Leuchtreklametafeln über die lange Texte zur Einführung flimmerten. Die Kopfschmerzkuh brachte das Publikum ebenso zum Lachen, wie die persönliche Begrüßung des ein oder anderen Gastes. Das Warm up funktionierte prächtig und ganz ohne Sprache.
Überhaupt waren wir erstaunt über den Humor am Abend. Wir hatten uns die Show beide nicht so lustig vorgestellt. Die blauen Männer kamen komplett ohne Sprache aus. Die Gestik und Mimik allein reichte um die Stimmung hochzubringen.
Und diese Ideen. Aus nichts etwas machen. Eine Show aus Musik, Rhytmus, Klamauk und Einbeziehung des Publikums. Besonders gefielen mir die Stücke in denen die Drei mit Hilfe von Abflussrohren Musik machten die stark an Didgeridoos erinnerten.

Schwer begeistert fielen wir nach einem kurzen Fußmarsch und einer kleinen Plünderungsaktion der Minibar erschöpft ins Bett.

Montag, 2. November 2009

Entführung

morgen gehts nach Berlin. Warum, bzw. wohin weiß ich noch nicht. Aber ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen.

Eschwege - A66 - Wiesbaden - Würges

Das Aufwachen morgens war ambivalent. "Geburtstag, ich habe Geburtstag" und "Papa fehlt". F. tröstete mich liebevoll und wir redeten ein wenig im kuscheligen Bett.

Nach dem Frühstück machten wir uns direkt auf die Heimreise in den südlichen Teil von Hessen. Diesmal begleitete uns die Persiflage auf Harry Potter "Berry Trotter".

Bei Kilometer irgenwo-zwischen-Eschwege-und-Wiesbaden platzte F. dann mit der ersten Überraschung heraus. "Wir fahren morgen nach Berlin". Staunen, Ratlosigkeit auf und hinter meinem Gesicht. "Aber wir müssen Biene dann Bescheid sagen. Dann können wir uns mit ihr treffen. - "Nee bitte noch nicht, das reicht noch morgen. Dann können wir uns Mittwoch mit ihr treffen. soll ja auch eine Überraschung für sie sein." "Und wenn sie keine Zeit hat?" "Keine Sorge, ich habe sie so gefragt, das sie keine Ahnung davon hatte und ich weiß, dass sie Zeit hat". Hm, dann glaube ich das mal. "Aber wir müßen uns unbedingt mit Biene treffen" "Dafür ist ganz bestimmt Zeit da!"

Erste-Hilfe- Leistung
Auf der A66 konnten wir als Feuerwehr und Rettungsdienst-Team recht gut Erste-Hilfe leisten. Es war das erste mal, dass ich die Feuerwehr beim Herausschneiden einer Person im Realfall erleben konnte.

Zuhause wuschen wir getrennt voneinander in den Wohnungen unsere Wäsche, bekuschelten ausgiebig die Katzen und packten erneut. Für Berlin.

Das Raclette abends bei TTF war richtig schön. T. und ich müßen immer wieder neu schmunzeln, wenn wir uns einmal im Jahr gegenseitig zum Geburtstag gratulieren. T`s Familie und ihre beste Freundin waren auch da. F. schlief leider.
Ich staunte nciht schlecht, als ich meine Geschenke auspackte und der Sun-Sniper zum Vorscheinkam. Vor wenigen Wochen erst bei Frau K. aus K im Blog auf ihrer Wunschliste entdeckt und für lohnenswert befunden, hielt ich das Teil nun selbst in den Händen. Nun muß die Kamera also doch mit. Tom konnte sich nicht verkneifen nochmal daran zu erinnern "auf keinen Fall die Gummistiefel vergessen". Alle außer mir wußten wo F. mich hinentführen würde. Sehr merkwürdiges Gefühl.

Der Tisch bog sich vor lauter Leckereien zum Grillen, Überbacken, Schmelzen und in den Mund schieben. Auch wenn wir nicht mit dem Auto dagewesen wären, wir wären so oder so heimgerollt. ;-)

Samstag, 31. Oktober 2009

Sonntag Hamburg Planung - Eschwege

Wir packten unsere 7 Sachen, die mittlerweile mit ein paar Mitbringseln, Weihnachsgeschenekn und eigenen Bereicherungen auf 10 Sachen angestiegen waren, frühstückten und

fuhren nach Ohlsdorf zum dortigen Friedhof.
Neben Wien der größte Europäische Friedhof. Einer der größten Naturparkfriedhöfe. Hier dürfen selbst Autos fahren und 2 Buslinien durchqueren die Hauptverkehrswege.
Mit Birgit vom HH-Stammtischtreffen telefonierten wir uns zu einem Treffpunkt. Zuerst gingen wir zum Frauenfriedhof, wo berühmte weibliche Personen , wie Domenica, oder Gewerkschaftsfrauen etc. ruhen. Von hier aus stießen wir auf die große Fotogruppe. Ein Leithammel führte uns durch den Stillen Weg der gesäumt ist von wunderschönen Engelsstatuen. Man stelle sich die hiesige Fläche nicht wie einen üblichen Friedhof vor. Eher wie eine Parkanlage, ein kleiner Wald. Hier und da hinter einem Busch ein Grab. Verteilt, so als hätte jeder ein bisschen Wald, ein bisschen Natur und ein wenig Ruhe für sich und vor allem für seine eigene Trauer.
Weiter hinten liefen wir an verschiedenen Mausoleen vorbei. In eines der zum Verkauf anstehenden und vom Einsturz bedrohten Gebäude konnten wir hineinschauen. Frisch renoviert, lud es den Besitzer ohne jegliche Gruseligkeit ,in schwarz-rot gehalten, sogar ein, zum Gedenken an die jeweiligen Personen dort ein Glas Wein zu trinken.

Während die meisten sich fotografisch an der Schicksalsgöttin ausprobierten sammelte ich Riesebucheckern, die ich auf dem weiteren weg vor mich hinpuhlte und knabberte.
F. und ich fotografierten , wie die anderen hier und da, in dieser jenen und solchen Perspektive. Man fachsimpelte untereinander über Fotografie, tauschte sich über Gefallen und Nichtgefallen von Gräbern aus, sprach über Friedhöfe im Allgemeinen und Trauer im Speziellen. Das Niveau der Anwesenden war absolut unterschiedlich, die Ausrüstungen ebenso. Kompaktkamera baumelte hier, Profiausrüstung hing dort am Bauch und der andere hielt eine Einsteigerspiegelreflex in der Hand. Auch das Alter der Teilnehmer war weitgestreut von Anfang 20 bis Mitte 60. Ein bunter und sehr sympathischer Haufen.

So langsam ging das Licht weg und F. dachte an den bevorstehenden Heimweg. Wir verabschiedeten uns an einem der Kolumbarien (Urnenhäuser).
Die Gräber der Berühmtheiten wollte ich dann doch nicht mehr sehen und zu den Kindergräbern fehlte mir vielleicht ein wenig der Mut.
F. wollte gerne noch an der Gedenkstelle der Feuerwehrmänner vorbei. Auf der Fahrt nach "draußen" bat ich F. dann aber doch nochmal an den Kriegsgräbern anzuhalten.
Fast anonym und einheitlich und doch in der Summe der einzelnen Gedenkkreuze eindrucksvoll, ergreifend und beeindruckend. Schmerzvoll, wie viele es doch sind. Und dort nur Beispielhaft für Hamburg.

Und doch ist der Friedhof nicht nur ein Platz zum Trauern und Gedenken. Er läd ausdrücklich ein zum Spazierengehen, zum bestaunen, betrachten, umherwandern. Eine Fläche - fast 400 Hektar - wo der Tod zum Leben dazugehört.



Zurück in Eschwege liesen wir den restlichen Abend ruhig angehen. Wir erzählten von unseren ersten Eindrücken, aßen W.`s gekochte Leckereien und schauten gemeinsam einen Film.

Um Mitternacht kam K. herein mit einem kleinen Kuchen und brennenden Kerzen , "Happy Birthday" singend. Ach war das schön. Das hatte wirklich was von "zuhause sein".

Hamburg

Ausschlafen
Wohnen in der LuxusWG

Drei Doppelzimmer, eine nette Hausdame (Mittvierzigerin, waschechte Hamburgerin) und ein Bad!
Das Haus ist eigentlich eine Villa, mehr als hundert Jahre alt. Urig, renoviert, pieksauber und irgendwie ein Zuhause. Der Frühstücksraum, am ehemaligem Hühnerstall und heutiger Küche vorbei, Treppe herauf, Treppe herunter, ist klein und schnuckelig. Vier Personen passen wohl an den Tisch. Die Privatgemächer liegen offen und doch diskret in anderen Winkeln.
Das Teilen des Bades erinnert an Jugendherbergs- oder Studentenzeiten. Der Betrieb auf dem Gang gleicht nur phasenweise einem Ameisenhaufen. Morgens. Abends kehrt schnell ruhe ein und tagsüber sind die Gäste eh unterwegs.
Das Abpassen der freien Toilette ist nicht immer einfach und passt schon gar nicht zusammen mit der vollen Blase einer Nacht, die ihren eigenen Rhythmus hat.
In Anbetracht der heutigen Tagesplanung dachten wir an Ausschlafen. Die neu bezogenen Zimmer nebenan hatten zudem die Taktik aufkommen lassen "Die Anderen sind bestimmt früh auf um loszuziehen, wir sind die letzten und haben Ruhe und Zeit". Falsch. Die Anderen - den einen Herrn der Anderen lernte ich bereits beim Rasieren kenne, da er es wohl nicht gewohnt war, die Badtür mit dem Schlüssel zu verschließen....... - gingen früh auf Toilette, frühstückten früh, um dann genüßlich ins Bad zu gehen, um sich ausgehfein zu machen. Wir haben um 10 Uhr Frühstücken angesetzt und F. konnte eben erst das bedunstete Bad betreten. (10:17 HH-Zeit)
Aber wir haben ja Urlaub!

Teeladen in Altona
Der Laden aus dem Träume sind. Ein wirklicher Geheimtipp in einer gar nicht schönen Umgebung ein Schmuckstück von Laden. Tee, Kafee und Schokolade, Kandiertes, Exquisites und Verschenkbares.
Zeit zum riechen, kaufen und schauen sollte man auf alle Fälle mitbringen.

Männer brauchen Technik. Und so brauchen Hamburgs Männer auch den europaweitgrößten .aturn. Weil Parkplatztechnik günstig trafen wir uns hier mit Mike. In der Fußgängerzone hatten wir kaum Zeit den Didgeridoospieler zu bewundern und zu fotografieren. Schließlich waren wir am Jungfernsteeg mit Manuel und Freunden aus der FC-Fotogruppe verabredet. Mit diesen unwarscheinlich netten Menschen machten wir eine Fahrt über die Aussenalster, fotografierten und fachsimpelten.

Die Speicherkarten noch viel zu leer, das Licht schon dämmerig werdend fuhren wir gemeinsam zu irgendwelchen Orten Rund um den Hafen um dort in bitterer Kälte zu Fotografieren. Die Gruppe war so aufgeschlossen und herzlich. Ich bekam nicht nur ein Stativ geliehen sondern bekam auch viele Tipps um die passenden Einstellungen für schicke Nachtfotos zu machen. Mike - die Hitze gepachtet- lieh mir seine Flauschjacke, die mich gemeinsam mit meinem restlichen Michelinkostüm so einigermaßen wärmte.



Mit Hilfe des Navis trafen wir uns anschließend in einer Stammkneipe von Manuel um dort gemeinsam zu Abend zu essen. Manuel drückte mir vertrauensvoll sein 100-Makro in die Hand. Ich solle es ausprobieren, ihm Geld überweisen, oder das gute Stück irgendwann zurücksenden. ... Birgit lud uns ein zum Fototreffen am nächsten Tag im Ohlsdorfer Friedhof dazuzukommen. Wir könnten auch später kommen und einfach dazuzustossen. Wir sagten unverbindlich zu und tauschten Telefonnummern.
Der Abend gemeinsam in dieser Runde war gemütlich, warm und herzlich, das Essen reichlich und lecker. Ich beginne diese Stadt und ihre Bewohner immer mehr zu lieben.

Freitag, 30. Oktober 2009

Hamburg

Zimmerumzug hellblau
Wenn ein Doppelbett gar kein Doppel ist, sondern eigentlich zwei Einzel mit einer unangenehmen Ritze in der Mitte, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man gibt sich mit den Gegenbenheiten hin und arrangiert sich, oder man man kuschelt sich zu zweit auf eine Seite und macht das Kuscheln so noch kuscheliger.
Wir haben beides gewählt. Den ersten Teil der Nacht lagen wir wie die Heringe in einem Bett. Erst später, als ich F-s herzergreifend abstehenden Arm erblickte und meine krampfenden Muskeln spürte, rollte ich über die Ritze zu meiner Seite.
Am Morgen fragte ich ganz lieb die Zimmerwirtin, ob wir eventuell noch tauschen dürtfen, da ich schon einen Blick ins andere Zimmer geworfen hatte. Sie bot uns auch das 3. Zimmer zur Wahl an und wir entschieden uns nach einigem Abwägen für Zimmer hellblau. Der kleine dort vorhandene Tisch würde ein wenig mehr die Möglichkeit bieten Siedler von Catan - das Kartenspiel spielen zu können.

Deichtorhallen "Museum für Fotografie"
Zwei Ausstellungen. "Max Scheller" und "VETO" . Max Scheller Nachkriegsfotograf mit der Fähigkeit den Betrachter in kurzer Zeit für ein paar Minuten ein Gefühl von der jeweiligen Zeit zu vermitteln. Geschichte, Reportage ungeschminkt, hautnah. Fotografierte bis zu seinem Tode 2003 für Stern, Merian und Geo. Martin Luther, J.F. Kennedy, Shanghai, Nachkriegsdeutschland, .....
VETO - abstrakte Kunst von verschiedenen Künstlern. F. und ich waren uns einig, das wir "Unfälle" mit Belichtungszeiten etc auch schon hatten, nun aber nicht gerahmt an der Wand hängen könnten. 9€ zum in den A... beißen. Wir hatten beide mehr erwartet. F. mußte sich nicht so ärgern. Er zahlte durch den Presseausweis nur seine Zeit.

Speicherstadtmuseum
schnuckelig, informativ, nicht zu viel und liebevoll gemacht für 3€. Ein schönes Petant zum Spicys. Den Tee zum pausieren fanden wir beide mächtig lecker. Ein bisschen was kam in den Souvenierbeutel zum Mitnehmen.

Miniaturwunderland
Mit Viel Liebe zum Detail Raum für Raum, Landschaft für Landschaft und szene für Szene hergestellt. Was mit 2 Brüdern begann hat sich zu einem 200 Mitarbeiterteam herausgemausert. Der Touristenmagnet Hamburgs. Anstrengend gleichzeitig die Technik der Kamera, die Szenen und die Menschen im Blick zu haben und sich dabei auch noch nicht zu verlieren. Aber auf alle Fälle mehrere Besuche wert.

Poggenmühlenbrücke Nachtfotografie
kalt, kalt, richtig kalt. Die Füße tauen so langsam im Bett mit Laptop auf dem Schoß wieder auf.
Dank eines Tipps von einem FC-Bekannten an der bekanntesten Örtlichkeit der Speicherstadt fotografiert. Wir waren weder an der Brücke noch in der Speicherstadt die einzigen mit Kamera und Stativ. nur waren die anderen bestimmt wetterfester angezogen.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Eschwege - Buxtehude - Hamburg

Eschwege
Im Vornherein versuchte ich die Trauerfeier von F.s Opa von mir fernzuhalten. Es ist nciht mein Opa, ich kannte ihn nciht, ich tue das für F., es ist nicht mein Papa.
Die Stimmung Vormittags war eine Mischung aus gelöst, angespannt und zunehmender Unruhe. Spätestens als wir uns alle dunkel umzogen lächelten wir uns aufmunternd zu. "Hinter sich bekommen", "Ach wär es doch schon rum"
Ob es an der Konditionierung der Gesellschaft liegt, oder weil alles doch ncoh frisch ist, ist eigentlich egal. Ich würde Traurig, als ich die Trauerhalle betrat. Das erste mal sah ich ein Foto vom Opa und ich verknüpfte es mit den Erzählungen der Familie.
Natürlich waren ganz vorne unsere Plätze, ich war froh, mich in die Ecke zwischen Wand und F. quetschen zu können.
Der Trauerredner begrüßte uns und die Anwesenden, Musik spielte. ich zählte die stufen, betrachtete mir ablenkend die Steine des Gemäuers. Doch meine innere Mauer brökelte unaufhaltsam vor sich hin. Viel in sich zusammen und die Tränen rollten.
Was der Redner sprach gefiel mir. Er packte den verstorbenen nicht in rosa Watte, erzählte wie er war, erzählte aber auch, warum er so war. Was ihn geprägt hatte, was wichtig für ihn war. Der Enkel hatte eine besondere Bedeutung. Mein freund. Da war der Bezug da. Der Grund meiner Anwesenheit. Und dann schaute uns der Redner an, sprach von unserem Kennenlernen, das einen schicksalshaften Anfang hatte.
Nun war ich ganz deutlich im Boot. Gehörte dazu. Zwei Lieder wurden ncoh gespielt. und eines war aus meiner Empfehlung, was mich irgendwie freute, auch etwas dazu beigetragen zu haben. Etwas tun zu können.

Da der Opa demnächst eine Seebestattung bekommt, blieb der Sarg in der Halle und wir gingen. Ungewohnt. Der Redner, ein älterer Herr mit weißem Bart und gütigem Wesen sprach den uns Anwesenden Kraft zu. gab uns seinen Seegen. Den Schritt ins Leben machen zu können, den Verstorbenen zurückzulassen.

Die Eltern vor mir aus der Halle laufen zu sehen, gab mir einen tiefen Stich ins Herz. Sah ich mich doch selbst, wie ich vor wenigen Wochen neben T. ebenfalls aus der Trauerhalle herauslaufen.

Der Trauercafe war schön. Wirklich schön. Es tat gut zu sympathische Menschen zu sehen, reden zu können, angesprochen zu werden. Rund um waren liebe Menschen da. Freunde und Bekannte der Familie und der Trauerredner, mit dem ich mich lange und intensiv unterhielt.

Abends schauten wir fern, ich las ein Buch, wir aßen Pizza und plauschten. Spät abends rief mich F. nach draußen. Ein Igel suchte im Garten nach essbarem und wir schauten ihm lange zu und boten ihm ein Stück Apfel an.

Donnerstag morgen ging es dann endlich los in den eigentlichen Urlaub. Buxtehude war unser erstes Ziel. Die Telefonzelle fand ich mehr oder weniger schnell aus der Erinnerung. Meinen Stapel Bücher legte ich in die Regal der Tauschbücherzelle, nur 2-3 Bücher nahm ich selbst mit.
Und F. konnte ich an meinem positiven Eindruck vom kleinen verträumten Buxtehude teilhaben lassen.
Im Ratskeller aßen wir lecker Schnitzel und verschnauften vom tristen Wetter und der konzentrierten Fahrt.

Bald passierten wir das erste Ortsschild von Hamburg, fuhren hellwach und neugierig durch den Elbtunnel und lesen uns vom Navi Dagmar an den Rand von Blankenese lotsen.

Zuerst verpeilten wir die Adresse, und standen vor den Appartements einer ausgedienten Kaserne im Klinkerbau. Doch ein Telefonat brachte uns dann zu unserem eigentlichen Quartier.

Wir staunten nicht schlecht, als wir vor der Villa standen. die Besitzerin begrüßte uns freundlich uns brachte uns in eines der drei Zimmer. Wir bezogen zunächst das Zimmer in beige. Viel anzufangen war nicht mehr mit uns. Schnell kauften wir noch ein paar Getränke, Obst und Knabberkram ein und fielen bald ins Kuschelige Fast-Doppelbett.
Während Florian direkt schlief plante ich per Laptop mit Netzzugang schonmal den nächsten Tag.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Eschwege

Ein gemütliches Frühstück, gemeinsames Plauschen. Der kommende Mittag war unangenehm in den Gedanken, den jeder ein wenig für sich nachhing.
Ein Aufraffen, fertig machen, in schwarz kleiden, aufmunterndes Zulächeln.
Die Rede des Trauerredners ist gut, Rhetorisch gut, beschreibt F. s Opa wie er war. Ehrlich, erklärend,

Dienstag, 27. Oktober 2009

Abfahrt

Arbeiten
Ein innerliches Grinsen "Komm, den Tag bekommste auch noch rum"

Abends Eschwege beim Griechen
Die Fahrt verschönerten wir uns mit der "Billiglüge". Interessante Fakten über sämtliche Discounter und deren Geschichte direkt ins Ohr.
F.s Elternhaus ist ein Zuhause. Auch für mich. Ich werden offen und direkt per "Du" empfangen. Das tut gut!
Kurzer Smalltalk und direkt ging es zum Stammgriechen und Sprachlehrer der Eltern.
Ich brauche nicht oft Leber, aber wenn ich es denn mal esse, dann genieße ich es auch.
Nicht so genossen habe ich den Knoblauch, dessen Ausdünstungen sich die Nacht über von F. und mir im Gästegemäch verteilte. ;-)
Dafür genossen wir beide das überaus kuschelige Bett und das Gefühl andere Tapeten um uns zu haben. Der Anlass des nächsten Tages wurde erst mal beiseite geschoben.

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Ja!
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Ynnette - 21. Jun, 10:19
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Ynnette - 1. Mär, 17:26
O wei
Das macht echt Angst! Dankeschön fürs zeigen!
Ynnette - 24. Jan, 19:57
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Ynnette - 23. Jan, 10:43

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