Mittwoch, 18. Juli 2007

Hamburg Tag 3

Am Bahnhof bat ich eine ortkundige Dame um Hilfe beim Ziehen der Tageskarte im Großraum HH. Mit der Bimmel- und S-bahn kam ich nach 40 Mitten an den Landungsbrücken an.

Wohl die Tourifalle von Hamburg. an ca. 10 Brücken stehen Männer und Frauen mit Kapitänsmützen und besonders ausgeprägten Nordeutschen Dialekt und rufen "Letze Möglichkeit zur Hafenrundfahrt." Nein danke, ich erkunde heute per Fuß

Das Sielmuseum am Ende der Landungsbrücken war dunkel. Durch die Tür geschlüpft erblickte ich ein dunkel vor mir liegende Räume, niemand ausser mir anwesend. Das kann es ja nicht sein, auch wenn das Abwasssermuseum der Stadtwerke einiges an kuriosem beinhalten soll. Doch gut vorbereitet, wie ich war, hatte ich natülich die telefonnummer mit und sprach mit einem netten Herrn. Dieser erklärte mir, dass das Museeum nur noch nach anmeldung und zustandekommen eine gruppe öffen würde. Nächsten Dienstag, oder Mittwoch könne ich mich einer Gruppe anschließen. Nun gut, es gibt noch mehr zu erkunden.

Währe der Eingang zum alten Elttunnel nicht Christomäßig eingepackt gewesen, hätte ich nciht dreimal drumherum laufen müßen.
Während ich mir mutmachend den gläsernen Fahrstuhl nach unten betrachte, höre ich einen Vater, wie er seiner Familie erklärt, es gabe auch Treppen nach unten. Treppen, auja gerne. Ich laufe den dreien hinterher und bestaune das Innenleben. Links die Treppen nach unten führend , sehe ich rechts die hölzernen Fahrstühle für die autos. Nur jeweils ein oder zwei PKW`s passen in die drei Kabinendie von einem Pförtner unten bedient werden. Mit einer Hand kralle ich mich an das Geländer, während ich versuche mit der anderen Hand eine Fotografie der 12 Meter unter mir anzufertigen. Der nächste Treppenabschnitt ist freistehend. Recht geht es runter, link geht es runter und in der mitte, ganz Treppencharkateristisch die Stufen. hmm, sowas mag ein Mensch mit Höhenangst nciht wirklich so bin ich froh alleine zu sein. (Wobei in Barcelona rettete ich mich von so einer Treppe auch schon auf dem Hosenboden rutschend. ) Mir doch egal. Ich will da runter.
Der pförtner denkt sich wohl seinen Teil, als er mcih erblickt, geht aber seiner Arbeit nach und schickt die Fahrkörbe beschäftig nach oben und unten. Ich schaue mir die Vorhalle an und versuch eine Aufnahme des individuellen Deckenschmucks.
Der Tunnel ist geteilt. Rechts der Verkehr von der Landungsbrücke, links die Autos vom anderen Ende und der entgegenlaufende Fußverkehr. Nur sehr langsam können die Autos fahren, da die Spurrillen gerade mal eben so breit sind, dass es doch mal vorkommt, dass ein Fahrer seine Reifen killt und auf den Bordstein fährt.

Nur ein eiliges Mottorrasd zwingt mich und die anderne Fußgänger die Ohren zuzusahlten. Ich wette beim Kamerawachenden Pförtner hat es hinterher Ärger gegeben. Hier und da bestaune ich eine Wandkachel und halte sie mit der Digicam fest. Diesmal erklimme ich mit dem Aufzug die 12 Meter Höhenunterschied nach oben. Gar nciht schlimm, gar nicht schnell, aber eben tief. Meine Vorstellungs ist ja auf der anderen Seite in eine Fähre der öffentlichen einzusteigen und zur Speicherstadt zu schippern. Weit gefehlt. Eine Angestellte des Großkonzerns klärt mich darüber auf, dass ich wieder zurück müße und erst von den Landungsbrücken aus zur Speicherstadt käme.
aöso wieder herumdrehen und weiter Richtung Tunnel. Im aufzug beobachte ich beim einsteigen einen Teenie, die sich sobald die Fahrkabine betreten, ihr Gesicht zwischen die Brüste de rMama birgt. Nix sehen, nix mitbekommen, schnell durch diese Situation. Das kenne cih doch irgendwoher. Nur hatte ich nie eine Brust vor meiner Nas ein solchen Fällen. "Na auch Höhenangst?" plappere ich ermuntert drauf los. Das Mädchen antwortet nichts, sie konzentriert sich wohl auf das ruhige Atmen. "Merkt man das, " lächelt mich indess die Mutter an. "Oja, ich kenne das sehr sehr gut" Beim Aussteigen schaut das tapfere Mädchen von wem die worte kamen und lächelt mich nun ebenfalls an.
Zügig laufe ich zurück Richtung Landungsbrücken mit dem nächsten Ziel : die Speicherstadt

Ein Eisauto ist genau das richtige und ich gönne mir ein paar Kugeln der erfrischendne Köstlichkeit.
Nicht mit dem Boot , sondern über eine Brücke laufend bin ich schon in der Speicherstadt angekommen.
Rote Backsteinhäuser als Lagerräume und fieser Staub der künftigen Hafencitiy umsäumen die lange Straße.
Vor dem Eingang des "Spicys" knuspere ich noch schnell die Waffel auf und steige auf den zweiten boden zum Gewürzmuseum. Es ist rappelvoll und es dauert einen Moment, bis ich meine Eintrittskarte in Form eines Gewürztütchens erhalte.
Ein großer Lagerraum liegt vor mir gefüllt mit Gewürzen in Jutesäcken und Tonschälchen, Apperaturen zum Reiben, Säubern und Abfüllen und viele Fotos, Erklärungen und Beschreibungen.

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Hamburg hat sich in den Kopf gesetzt einen neuen Ortsteil aus dem Boden zu stampfen und somit ist die "Hafen-Citiy", dass wohl größte Baustellenprojekt in Deutschland.

Gleich hinter der Speicherstadt sollen neue Firmengebäude, Wohnhäuser, eine Hafenuni und diverse kulturelle Erweiterungen entstehen. Vom Viewpoint sieht man bis jetzt nicht viel. Ich mag diese Metalltreppen nicht, wo man nach unten durchgucken kann und lief nur die ersten paar Stufen nach oben. In ein paar Monaten wird der Blick bestimmt spannender sein, wenn man schon eher eine Entwicklung der Großbaustelle entdekcen kann. Bis jetzt schaut alles sehr breig erdig aus und nur anhand von Schautafeln, kann man sich vorstellen, was dort mal stehen soll.
Ich machte zur Zeitdokumentatioon eine Reihe Bilder. diese kann ich dann mal meinen Kindern zeigen und sagen "Da war ich schon, so sah das da mal aus und da wart ihr noch gar nicht in Planung!"

Kurz überlegte ich doch noch ins Speicherstadtmuseum zu gehen, brach dann aber doch ab, da ixch spürte gar nicht aufnahmefähig zu sein für Zahlen, Fakten und Geschichtliches.
So bog ich über den Nikolaifleet Richtung Innenstadt ein. Hinterher laß ich, dass dort der heftige Brand seinen Ursprung hatte, der [Jahreszahl] den Hafen zu einem Großteil in Schutt und Asche legte.

Am Ende des Fleetes machte ich ein Bild der düster wirkenden Nikolaikirche und lief rückwärts fast in eine Tourigruppe auf Rädern. Nicht auf Zweirädern im eigentlichen Sinne sondern futuristisch anmutenden Rädern mit einer Stange zum Festhalten und einem Trittbrett für die Füße. Aus einem Lautsprecher ertönte eine Stimme, die dem Fahrenden interessantes zu erzählen wußte. Eine Gruppe von ca. 8 Leuten rollte da flott an mir vorrüber. Der wartende "Gide" sah schmunzeln mein Staunen und drückte mir einen Flyer in die Hand. Knappe 70 euro kostet der 2-3 h Spaß Hamburg auf einen andere blasenschonende Art zu erkunden.

Per U-Bahn kam ich zu St. Pauli und lief kurz über die Reeperbahn. Zu dieser Uhrzeit scheint sie doch eher langweilig zu sein. Eine riesige Straße, die an der einen Seite sündige Läden, Bars und Kultkneipen beherbergt, die wohl erst am Abend mit ihren Neonröhren ihren "Charme" versprüht.

In einer Parallellstraße stand ich vor den geschlossenen Türen vom Schulmuseum. rrrrrrr na super, da hatte ich mich doch drauf gefreut. Nein, in den Schulferien geschlossen.

Über Umwege, irgendwie wollte ich einerseits heim, andererseits doch noch was anschauen stolperte ich mit schon leicht schmerzenden Füßen zum Erotikmuseum, was auch aus unerfindlichen Gründen ebenfalls zu hatte.
Danke satt, nun wollte ich wirklich heim. Den Stadtplan in der Hand wägte ich ab welche U-Bahnstation näher lag. Landungsbrücken, oder Reeperbahn. Ich entschied mich zu letzderem und lief eher zufällig durch die Davidstraße an der Herberstraße entlang. Ich glaube ich war so erstaunt, endlich etwas , was ich nur aus dem Fernsehen kannte zu erblciken, dass ich die Davidwache wohl völlig übersah.
Doch auch der Bretterzaun war völlig unspektakulär und keine Frauen zu sehen. so nahm ich noch den Hans-Albert-Platz mit, machte ein Bild der Statue und humpelte weiter Richtung U-Bahn.

Hier und dort umgestiegen, sich mal kurz bei Oma, Mutter, etc gemeldet saß ich endlich in der Bimmebahn nach Quickborn. Noch nicht genug der Frustration durch drei geschlossene Museen stieg ich auch noch eine Station zu früh aus und lief den letzten Kilometer zum Park& Rideplatz .

Hier angekommen humpelte ich unter wachsenden Blasen rechts und links nach oben und gönnte mir ein Bad.

Den Rest schrieb ich ja schon:


Komme gerade aus der Wanne. Meine Beine fühlen sich prima an, nicht aber meine Füße. Laufe nur noch auf den Fußballen. Der Teil unter den Zehen redet mit mir und es klingt nach sehr fetten Blasen, die dort iedeln möchten.
Lenke mich nun ab in dem ich es endlich hinter mich bringen die Biografie von Frau Montessori fertig zu lesen.

Hole nachher Mike vom FH ab. Morgen muß er in den Norden nach Dänemark. Eventuell komme ich mit ;-)

Und: Doch, mir geht es gut! Zumindest von den Haarspitzen bis zu den Knöcheln.

Hamburg Tag 2

-Kindermuseum
Die Themen "Körper" und "Geld" durchflog ich schnell. "Großmutters zeiten beherbergen viele alte Utensilien der guten untechnisierten Zeit. Eine Kindergruppe kochte, wusch und bügelte unter Museumpädagogischer Anleitung. Die Ausstellung "Mädchen in aller Welt" beeindruckten mich da schon mehr. kleidungsstücke mit sprüchen drauf gaben da eine gute Einführung in die Gedankenwelt "Weil ich ein mädchen bin, ....". Anhand von drei stellvertretenden Mädchen aus Indien, Afrika und nochwoher lernte man den Arbeitsalltag der Mädchen kennen und verstand, warum Schule etwas sehr kostbares bedeuten kann. Auch die Themen Beschneidung, Mißbrauch und Kinderarbeit wurden angesprochen. Gerne würde ich 2unseren" Mädels von der Arbeit diese Ausstellung mal zeigen.

-Wedel Schiffbegrüßungsanlage
Das Navi von Mike führte mich nach Wedel. Neben einem "Buttelmuseum2 findet man dort einen netten Brauch: Alte Kaptäne begrüßen, bzw verabschieden die Schiffe ab einem bestimmten Gewicht, die den Hafen von Hamburg einlaufen, bzw verlassen. Über eine große Lautsprecheranlage wird per Tonband die Nationalhymne des jeweiligen Landes , ein Gruß oder eben eben eine Verabschiedung abgespielt. Die bänder sind schon ein bisschen älter, was aber irgendwie noch mehr die Tradition erkennen lässt. Anschließend erzählt der diensthabende Kapitän noch ein bisschen was über das Schiff, wie z.b. Gewicht, Länge und Zielort.
Das Museum im unteren Bereich des Restaurant beherbergt viele kuriositäten rund um die Flaschenbastelein und erklärt natürlich die Bauweise.

-Wildpark in der Nähe von Wedel
Mehr zufällig fuhr ich an dem Schild "Wildpark" vorbei. Das nehme ich doch glatt mal mit, dachte ich mir und bog spontan ab. Noch nie zuvor sah ich eine soooo großes wildschweingehege. Die Säue suhlten sich im großen Schlammteich , jagten durchs Unterholz oder hielten ein Nickerchen im Halbschatten.
Doch auch Rotwild, Eulen und Ziegen waren in den großen Gehegen. Besonders die kleineren Hirsche hatten es mir angetan und ich knipste wild drauf los.

Auf dem Rückweg fand ich im IKEA eine Bodenvase für Mike und versteckte sie an geeigneter Stelle vorerst in seiner Wohnung.
Dann folgte ein wneig Wohnungsputz und ich kämpfte mich tapfer durch 20 weitere ermüdente Seiten der Biografie.

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